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Folgerichtig" nennt das Neue Deutschland die Entscheidung
Ecuadors, die Entwicklungszusammenarbeit mit Deutschland aufzukündigen. Dem muss man sich - leider - anschließen.
Denn vorher war ein Angebot des lateinamerikansichen Landes auf Ölförderung
im Yasuni-Nationalpark zu verzichten, gescheitert, weil das Geld
ausblieb. Mit seiner
einsamen Weigerung, den Yasuni-Fonds zu unterstützen, hat
Bundesentwicklungminister Dirk Niebel diese Entwicklung maßgeblich zu
verantworten. Niebel hatte 2010/11 die Unterstützung des geplanten Fonds für den Förderverzicht in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar verweigert.
Auch MediaWatch hatte berichtet. Der Tagesspiegel hat eine
gute Zusammenfassung der Historie im Angebot. Natürlich sollte Deutschland das Geld nicht allein aufbringen. Aber
amerika 21 zitiert den ecuadorianischen Botschafter mit den Worten:
Sehr
viele Länder haben auf das Urteil der deutschen Regierung gewartet, um
eine eigene Entscheidung zur Beteiligung an der Yasuní-ITT-Initiative zu
treffen. Das hatte damals schon eine sehr negative Bedeutung für die weitere Entwicklung dieses Vorhabens.
Das ND schreibt, dass Ecuador mit der Aufkündigung der Zusammenarbeit mit dem BMZ "nicht den Sinn des bereits vereinbarten Projektes zum Schutz des
Yasuní-Tropenwaldes infrage" stelle, "wohl aber eine Entwicklungspartnerschaft,
die gleiche Augenhöhe vorgibt, ohne sie zu praktizieren". Das ist nicht übertrieben: Die Bedingungen, die Ecuador an die deutsche Unterstützung geknüpft hatte, galten Niebel als
inakzeptabel. Denn es sollte
der Gesamtbetrag der deutschen Unterstützung auf ein separates
Konto innerhalb des ecuadorianischen Haushalts eingezahlt und zu
finanzierende Projekte durch ein ausschließlich von der
ecuadorianischen Regierung besetztes Komitee entschieden werden.
Das schließt Möglichkeiten einer weiteren politischen Einflussnahme natürlich aus....
Doch auch anderen führenden Industrieländern war der Umweltschutz offensichtlich kaum einen Pfifferling wert: Lediglich etwa 300 Millionen Dollar wurden zugesagt. Tatsächlich eingezahlt wurden in sechs Jahren sogar nur 13 Millionen Dollar. MediaWatch meint, dass damit auch die Idee gestorben ist, Umwelt- oder Klimaschutz durch Kompensationszahlungen zu befördern.