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Montag, 5. Januar 2026

Das Renten-Desaster, das 30 Länder kopiert haben

Chile zwang Arbeitnehmer in private Rentenfonds – doch die Renten reichten nicht zum Leben. Jetzt kehrt das Land zum Solidarsystem zurück.

Nach Beginn des Kalten Krieges förderte die US-Regierung eine Partnerschaft zwischen der University of Chicago und der Pontificia Universidad Católica de Chile in Santiago. Indem sie Studenten mit den marktradikalen Weltanschauungen der Fakultät von Chicago – vertreten vor allem von Milton Friedman – vertraut machte, hoffte Washington, Chile vom Kommunismus fernhalten zu können.

Doch der Plan ging nicht auf.

Bitte weiterlesen bei Telepolis ... 

Montag, 28. März 2022

Ein Hoffnungsschimmer

Kolumbien wählt neuerdings (ebenfalls) links. Diese erfreuliche Nachricht kommt von der Wahlplattform "Historischer Pakt" nach den Parlaments- und Senatswahlen sowie den Vorwahlen für das Präsidentenamt. Die Wahlbeteiligung liegt auf Rekordniveau. amerika21 berichtet (inklusive einer sehr verständlichen Erläuterung des durchaus interessanten kolumbianischen Vorwahlverfahrens).
Dazu passt:

Chile: Erneut ein lesenswertes Stück von Frederico Füllgraf in den Nachdenkseiten über die aktuellen Entwicklungen in Santiago. Anlass ist die Inauguration des neuen Präsidenten, Gabriel Boric. Es ist schwer zu entscheiden, was mehr Spaß macht - die Fachkenntnisse oder die journalistische Finesse: Das in den NDS gezeichnete Bild resultiert aus den Details. Füllgraf fasst seine Überlegungen folgendermaßen zusammen: Die politische Wende in Lateinamerika,

die 2018 mit dem Wahlsieg Andrés López Obradors in Mexiko begann, sich 2019 in Argentinien, 2020 in Bolivien sowie Ende 2021 in Honduras fortsetzte und nun in der Amtsübernahme Gabriel Borics in Chile gipfelt. Mit der an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit eines Wahlsieges des progressiven Oppositionsführers Gustavo Petro bei den Präsidentschaftswahlen in Kolumbien im kommenden Mai sieht sich Bolsonaro in den letzten sieben Monaten seiner Amtszeit einer kompletten politischen Isolierung in Lateinamerika gegenüber.

Montag, 2. Mai 2016

Aufarbeitung oder Gerechtigkeit?

Mit Edwards Eastman steht nun jener Medienmogul vor Gericht, der maßgeblich am Sturz von Salvador Allende 1973 und der Errichtung der Pinochet-Diktatur beteiligt war. Solange derartige Meldungen nur bei RT Deutsch zu finden sind, bleibt ein solches Angebot für die deutsche Medienlandschaft leider unverzichtbar. Hat tip Nachdenkseiten.

Und ja - dass nun Klarheit über das Treiben der Colonia Dignidad geschaffen werden kann, ist prima (G-News deutsch). Es sollte aber nicht bei der - sicher gut gemeinten - deutschen Aufarbeitungsroutine bleiben. Es werden zwei Sammelklagen vorbereitet anhand derer man bestimmt noch ganz gut wird beurteilen können, wie ernst es Justiz und Bundesregierung mit der von den Opfern geforderten Gerechtigkeit wirklich ist.