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Montag, 22. April 2024

Weltbevölkerung 2024

Weltweit fallen die Geburtenraten. Viele Länder sind bemüht, ihre Bevölkerungszahlen durch Migration zu stabilisieren. Dabei liegt der Schlüssel für eine stabile Bevölkerungsentwicklung woanders. 

Die Geburtenraten werden im Laufe dieses Jahrhunderts überall auf der Welt drastisch sinken. Innerhalb der nächsten 25 Jahre wird die Bevölkerung in über zwei Drittel aller Länder schrumpfen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die im Fachjournal The Lancet veröffentlicht wurde.

Bitte weiterlesen bei Telepolis ...

P.S.: Ihr/Euer ergebenster MediaWatchBlog-Redakteur hat auch dieses Jahr wieder bei der Erstellung des Jahresberichts des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen mitwirken dürfen: "Der lange Weg zur körperlichen Selbstbestimmung."

Dienstag, 16. April 2024

Der Food Security Standard in Theorie und Praxis

Ihr/Euer MediaWatchBlog-Redakteur hatte vor einiger Zeit das Vergnügen, eine Broschüre zu Theorie und Praxis des Food Security Standards (FSS) der Welthungerhilfe für AgrarproduzentInnen und -unternehmen zusammenstellen zu können.

Erfreulicherweise sind die Kriterien des FSS für die WHH kein sorgfältig gehütetes Geschäftsgeheimnis. JedeR Interessierte kann einen Blick hinter die Kulissen werfen. Etwa 70 Prozent der inzwischen wieder weit über 800 Millionen Hungernden weltweit lebt auf dem Land. Das macht ein Menschenrechtstool für ländliche Lieferketten so bedeutsam. Ein Interview mit Rafaël Schneider, dem Projektverantwortlichen bei der Welthungerhilfe hat Ihr/Euer MediaWatchBlog-Redakteur früher schon gemacht.

Dienstag, 29. März 2022

Herzlichen Glückwunsch!

Fast auf den Tag genau vor acht Jahren veröffentlichte der MediaWatchBlog eine Stellungnahme zum hippokratischen Eid von Dr. Mugisho Nfizi Koya

Inzwischen ist Dr. Koya ein anerkannter Kinderpsychiater in Genf und hat ein erstes Buch, einen Praktischen Leitfaden zur Semiologie in der Kinderpsychiatrie, den "Guide pratique de sémiologie en pedopsychiatrie" veröffentlicht. Dr. Koya ist ein engagierter Mediziner, der eine Reihe spezifischer Kenntnisse erworben hat, weshalb sein Buch sicher auch im frankophonen Afrika von Nutzen sein kann.

Der Leitfaden kann beim Verlag Elsevier Masson vorbestellt werden.

P.S.: Semiologie (von griechisch σημεῖον semeion ‚Zeichen‘ und λόγος lógos ‚Wort‘, ‚Vernunft‘, auch Semeologie oder Sematologie, engl. semiology, frz. sémiologie) ist die allgemeine Lehre von sprachlichen und außersprachlichen Zeichen und ihren Systemen. In der Medizin, der Psychiatrie und der Psychologie ist Semiologie gleichbedeutend mit Symptomatologie. (wikipedia)

Freitag, 4. Juni 2021

E-Mail Service künftig über AWeber

Liebe AbonnentInnen,

"Feedburner" stellt die automatisierte E-Mail-Zustellung von "Blogger"-Postings Ende des Monats ein. 

Nach einem vergeblichen Versuch mit "Mailchimp"  habe ich mich entschlossen, die E-Mails künftig über "AWeber" abzuwickeln. Damit bleibt der Service erhalten und auch zukünftig können sich neue InteressentInnen eintragen.

Es kann aber sein, dass die nächsten Mails noch etwas chaotisch aussehen; doch das legt sich bestimmt mit der Zeit.

Für die Verwirrung bittet die Redaktion um Entschuldigung.

Ganz herzlich

Euer/Ihr
MediaWatch Redakteur

Dienstag, 20. Oktober 2020

Über Zensur im Netz

 Facebook hat den Mirror dieses Blogs zugemacht:

Das kam jetzt nicht wirklich überraschend. Und die Redaktion wird sich nicht die Mühe machen, dagegen vorzugehen, weil allgemein kein großer Wert auf soziale Netzwerke gelegt wird.

Die "Begründung" des US-Konzerns spricht denn auch Bände und stimmt eher traurig:

Eurer / Ihr ergebener Redakteur hat das MediaWatch-Konto und sein privates FB-Konto jetzt mit einer gewissen Erleichterung geschlossen. MediaWatch überlässt es wie immer seinen LeserInnen, ihr eigenes Urteil zu fällen.

Dienstag, 30. Juni 2020

Weltbevölkerungsbericht 2020

Schon seit einer ganzen Reihe von Jahren ist Ihr/Euer ergebener MediaWatch-Redakteur an der Erstellung der deutschsprachigen Fassung des Weltbevölkerungsberichts beteiligt. Der diesjährige UNFPA-Weltbevölkerungsbericht trägt den Titel "Gegen meinen Willen - Praktiken beenden, die Frauen und Mädchen schaden und Gleichstellung verhindern". Es geht um schädliche Praktiken, deren Opfer fast immer Mädchen sind. Davon gibt eine ganze Menge - sicher mehr als die meisten uns vermuten würden:

Dienstag, 17. September 2019

Klimawandel macht Hunger

Rechtzeitig zum weltweiten Aktionstag von Fridays for Future am 20. September hat Ihr/Euer ergebenster MediaWatch-Redakteur zusammen mit Michael Kühn einen Brennpunkt "Klimawandel macht Hunger" für die Welthungerhilfe erarbeitet. Darin werden zentrale Klimaforderungen der Welthungerhillfe gelistet und begründet. Schon der Einstieg gibt die Richtung vor:
Die Fridays-for-Future-Bewegung hat die Politik aufgerüttelt. Deutschland diskutiert über die Bepreisung von CO2 und Städte erklären den Klimanotstand. Für die Armen im Globalen Süden
ist das zu wenig. Der Klimawandel hat ihr Leben längst verändert und erweist sich als Hungertreiber. Bei der Anpassung brauchen die Betroffenen unsere Unterstützung. Und wir müssen darüber hinaus politisch umsteuern: in der Energie- und Verkehrspolitik, im Konsumverhalten und in der Land- und Forstwirtschaft.
Wer sich für das vier Seiten kurze Papier interessiert, kann es hier herunterladen. Wichtig ist für Euren/Ihren MediaWatch-Redakteur der Umstand, dass die Welthungerhilfe auch klare Forderungen an die innerdeutsche Politik formuliert: Es muss vor allem eine effektiktive CO2-Bepreisung geben. Ein Klimaschutzgesetz soll noch in diesem Jahr verabschiedet und Nachhaltigkeit als Staatsziel in Grundgesetz aufgenommen werden.

In dem Papier stellen Michael Kühn und ich außerdem Projektbeispiele vor. Darüber hinaus hat die Welthungerhilfe ihr Angebot zum Thema Klimawandel und Entwicklungsländer aktualisiert und als Themenseite gebündelt. Dieser Schritt ist nötig, denn die Frage, wie Klimagerechtigkeit international aussehen könte, ist immer noch unterbelichtet.

Montag, 26. August 2019

Eine neue Kooperation

Aufmerksame LeserInnen werden es vielleicht schon an der rechten Funktionsspalte im Blog  bemerkt haben: MediaWatch kooperiert ab sofort mit dem Bild- und Forschungsarchiv "Das Bild des Orients" zum islamischen, altorientalischen und christlichen Orient.

Das wird von Joachim Gierlichs betrieben, der Spezialist für Islamische Kunstgeschichte (Dr. phil) ist. Neben langjähriger Lehrtätigkeit (u.a. Freie Universität Berlin, Virginia Commonwealth University Qatar, Doha, Friedrich-Wilhelm Universität Bonn) und Projekt-, Museums- und Bibliothekstätigkeiten in Berlin, London und Doha, Katar war Gierlichs von September 2013 bis Oktober 2016 als Director Special Collections and Archives der Qatar National Library für die historischen Spezialsammlungen und Archive verantwortlich. Seit 2017 ist er auch als Kurator und Berater für Museums- und Ausstellungsplanung tätig.

Foto: Joachim Gierlichs, Das Bild des Orients

Montag, 11. Juni 2018

Jegliche Verbindlichkeit verhindern

Schon mehrfach haben Regierungen Maßnahmen initiiert, um Unternehmen bei ihren Geschäften und Aktivitäten zur Einhaltung von Menschenrechten zu bewegen. Bislang zeigen diese Ansätze jedoch nur begrenzte Wirkung, weil sie auf freiwillige Selbstverpflichtungen der Unternehmen setzen. Seit Jahren verhindern Interessenvertretungen der Wirtschaft, national und international verbindliche Regeln im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte – mit Erfolg.

In Deutschland zeigte sich dies im Jahr 2016, als die deutschen Unternehmensvertretungen alle Hebel in Bewegung setzten, jegliche Verbindlichkeit im deutschen Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) zu verhindern. Statt Unternehmen gesetzlich zur Achtung der Menschenrechte zu verpflichten, enthält der NAP lediglich eine diesbezügliche "Erwartungshaltung der Bundesregierung an die unternehmerische Sorgfalt in der Achtung der Menschenrechte" (MediaWatch berichtete).

Selbst für Unternehmen im öffentlichen Eigentum und für die öffentliche Beschaffung gelten keine verschärften Regelungen.

Nicht ganz unschuldig an dem schwachen Ergebnis des NAP war das Bundesfinanzministerium (BMF), das gegen Ende des Entstehungsprozesses plötzlich unvorhersehbar großes Interesse an Menschenrechtsfragen zeigte und die Streichung aller verbindlichen Vorgaben aus dem NAP forderte. 
Das vorliegende Briefing von Karolin Seitz und Ihrem/Eurem ergebensten MediaWatch-Redakteur veranschaulicht, wie die Wirtschaftslobby die Einführung einer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht der Wirtschaft verhinderte. Es zeigt außerdem, wie die Unternehmensverbände versuchen, ähnliche Regelungen auf internationaler Ebene, darunter dem Europarat, bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) abzuwehren.

P.S.: Wer auch die in dem Briefing zitierten Originaldokumente einsehen möchte, richte bitte eine diesbezügliche Anfrage an: europe [at] globalpolicy.org.

Sonntag, 18. März 2018

Neuordnung der FZ der USA

Ende Februar haben Abgeordnete beider im US-Kongress vertretenen Parteien – Republikaner und Demokraten - einen Gesetzesentwurf eingebracht, der die finanzielle Entwicklungszusammenarbeit der USA auf neue Füße stellen und deutlich stärken würde. Das Vorhaben läuft unter dem bezeichnenden Akronym BUILD Act, was für „Better Utilization of Investment Leading to Development“ steht, frei übersetzt also verbesserten Nutzen aus Investitionen erbringen soll, die zu Entwicklung führen.

Weiter geht es bei Telepolis....

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ungleichheiten zu beenden ist der Weg und das Ziel

Die verschiedenen Dimensionen von Ungleichheit hängen zusammen und verstärken und perpetuieren sich gegenseitig.

Warum ausgerechnet die Duchsetzung des Menschenrechts auf Gesundheit und die Umsetzung der reproduktiven Selbstbestimmungsrechte vor allem von Frauen sowie der Kampf um ihre Gleichberechtigung und Bildung gute Startpunkte sind, um den Teufelskreis aus Armut, Unwissenheit und Benachteiligung zu durchbrechen, erläutert der diesjährige Bericht des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA).
Intersektionale Ungleichheit bedeutet, dass eine arme, ungebildete Frau, die in einer ländlichen Gegend wohnt und nicht über ihre Schwangerschaften entscheiden kann, kaum in den Genuss von Bildung kommen oder eine bezahlte Arbeitsstelle finden wird. Infolgedessen wird sie Armut und Marginalisierung wahrscheinlich nicht entrinnen können. (...) Der Zugang zu Dienstleistungen der Familien­planung ist eine Grundvoraussetzung nicht nur der reproduktiven Gesundheit, sondern auch der sozialen und wirtschaftlichen Gleichstellung. Denn ungewollte Schwangerschaften schmälern die Chancen von Frauen auf Bildung, politische Mitbestimmung und ökonomische Weiterentwicklung.
Die deutsche Stiftung Weltbevölkerung hat eine Kurzfassung der UNFPA-Publikation erstellt, an der Euer/Ihr ergebenster MediaWatch-Redakteur wieder einmal mitgewirkt hat: "Gepaltene Welt. Reproduktive Gesundheit und Rechte in den Zeiten der Ungleichheit".

Donnerstag, 9. Februar 2017

Ländersache Nachhaltigkeit

Seit Mitte Oktober hat sich Euer/Ihr ergebenster MediaWatch-Redakteur mit der Frage auseinandergesetzt, was die Bundesländer im Hinblick auf die Neuen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen tun und was sie tun könnten und sollten. Denn in vielen Bereichen verfügen die Länder über Kompetenzen, die für eine nachhaltige (Weiter-)Entwicklung Deutschlands wesentlich sind und machen zudem auch Entwicklungspolitik.

Warum auch die Länder was tun müssen? Nun, das Neuartige der SDGs besteht darin, dass sie universell gültig sind. Sie betonen die Notwendigkeit der Veränderungen vor Ort, verlieren aber gleichzeitig die internationale Verantwortung der reichen Länder nicht aus den Augen, insbesondere bei der Bekämpfung von Armut und Hunger aber auch bei der Beseitigung all der Hindernisse, die eine nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweise hierzulande erschweren.

Ein Überblick über die Themen, die die Bundesländer im Kontext der SDGs bearbeiten können oder müssen, zeigt die Bandbreite der Aufgaben:
Klimaschutz und Energiewende, Nachhaltiges Wirtschaften, Schutz natürlicher Ressourcen (Biodiversität, Wald, Wasser, Flächen/Boden, Luft), Umwelt und Gesundheit, Bildung und Wissenschaft, Demografischer Wandel, Sozialer Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe, Gute Arbeit – faire Arbeit,  Integration, Nachhaltige Finanzpolitik, Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung, Nachhaltige Mobilität, Nachhaltiger Konsum und Lebensstil, Landbewirtschaftung, Gesundheit, Eine-Welt-Politik und die europäische und internationale Dimension, Geschlechtergerechtigkeit, Barrierefreiheit und Inklusion, Nachhaltigkeit in den Kommunen (Lokale Agenda), Bürgerschaftliches Engagement und Teilhabe.

Auftraggeber für diese Untersuchung ist das Global Policy Forum - ja, genau die, die die SDG-Bibel verfasst haben. Wer keine 50 Seiten lesen mag, kann gerne auch auf eine (allerdings nicht von mir geschriebene) Kurzfassung zurückgreifen.

Dienstag, 9. August 2016

MediaWatch-Statistiken, die Zweite

MediaWatch quält seine LeserInnen ja nicht gerne mit Selbstdarstellungen. Tatsächlich hat die Redaktion erst einmal - nach 2,5 Jahren - ein Resümee gezogen.

Mittlerweile läuft dieser Blog aber acht Jahre und enthält fast 1.000 Postings (982, um genau zu sein). Die Zahl der Zugriffe hat sich in dieser Zeit von 3.000 bis 5.000 auf durchschnittlich 6.000 bis 10.000 etwa verdoppelt. Über die Jahre haben sich die Zugriffe auf deutlich über 400.000 aufsummiert und das nächste große Ziel ist, 100.000 Zugriffe jährlich zu erreichen.

Der Anteil der regelmäßigen Besucher hat sich spürbar verringert, weil fast 90 LeserInnen unseren Emailservice nutzen und damit sämtliche Postings direkt in ihr Postfach dirigieren. Bei Facebook lesen rund 100 weitere Interessierte mit. Knapp 150 Twitter-Abos gibt's auch noch und andere LeserInnen nutzen Linkedin. Surfer, die nicht nicht über eine Suchmaschine zum MediaWatchBlog finden, kommen oft von Entwicklungspolitik Online.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Schutz für Frauen und Mädchen in Not

Die besonderen Bedürfnisse von Frauen und Mädchen in Flucht- und Krisensitutionen sind dieses Jahr Thema des Weltbevölkerungsberichts. Auch 2015 ist Euer/Ihr ergebenster MediaWatch-Redakteur wieder mit Arbeiten für die deutsche Kurzfassung des jährlichen Berichts des UN-Weltbevölkerungsprogramms (UNFPA) betraut worden. Und wie jedes Jahr habe ich auch viel dabei gelernt. In der Pressemitteilung zum Erscheinen des Reports schreibt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW):
59,5 Millionen Menschen waren im Jahr 2014 weltweit auf der Flucht – das ist die höchste Zahl seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Und: Immer mehr Menschen brauchen humanitäre Hilfe. Im Jahr 2014 erreichte diese Zahl mit 100 Millionen Menschen ebenfalls einen Höchststand. Ein Viertel davon sind Frauen und Mädchen zwischen 15 und 49 Jahren, die einem hohen Risiko für sexuelle Gewalt, ungewollte Schwangerschaften und Menschenhandel ausgesetzt sind.

Der Bericht empfiehlt unter anderem, den Zugang zu Verhütungsmöglichkeiten und die medizinische Betreuung während der Schwangerschaft und bei der Geburt zu verbessern [auch und gerade in Flucht- und Katastrophensituationen]. Zudem muss die Versorgung von Vergewaltigungsopfern und die Bereitstellung von antiretroviralen Medikamenten zur Behandlung von Aids gewährleistet werden.
2014 sei der Bedarf an humanitärer Hilfe auf 19,5 Milliarden US-Dollar gestiegen, die Finanzierung halte jedoch nicht Schritt. Trotz erhöhter Mittel für humanitäre Hilfe habe die Finanzierungslücke 2014 mit 7,5 Milliarden US-Dollar einen Rekordstand erreicht. 

Dienstag, 3. November 2015

Agrarhandel zur nachhaltigen Ernährungssicherung?- Teil 1

- eine Studie im Auftrag der Welthungerhilfe.

Ihr/Euer ergebenster MediaWatch-Redakteur hat sich für die Welthungerhilfe letztes Jahr lange mit Fragen des Weltagrarhandels auseinandergesetzt. Herausgekommen ist eine Handreichung, die eine ganze Reihe Grundlagen aufarbeitet - sowohl was die Empirie, als auch was die politökonomische Seite betrifft. Da mischt sich Bekanntes bunt mit Überraschungen. In den nächsten Wochen werden wir Auszüge daraus veröffentlichen und abschließend auch das ganze Papier zur Verfügung (und Diskussion) stellen.

Ausgespart wurden lediglich die Aspekte der Finanzialisierung des Handels mit Nahrungsmitteln (aka Spekulation) und der Einfluss des Landgrabbing.


Hier also Teil 1: Die nackten Zahlen

Der Welthandel mit Nahrungsmitteln belief sich 2012 auf rund 1.385 Mrd., also annähernd 1,4 Billionen US-Dollar. 2002 waren es noch knapp 471 Mrd. US-Dollar gewesen. Zu diesem Wert muss noch der Welthandel mit Agrarrohstoffen  addiert werden, der 2012 etwas mehr als 281 Mrd. US-Dollar ausmachte und 2002 nur circa 115,3 Mrd. US-Dollar betragen hatte.  Diesen Werten stand ein landwirtschaftlicher Produktionsumfang von etwas mehr als drei Prozent des Welt-Bruttosozialprodukts gegenüber.  Das sind – überschlägig berechnet – etwa 2.173 Mrd. US-Dollar. Der Anteil des Agrarhandels – inklusive Agrarrohstoffen – am Welthandel liegt damit recht stabil bei neun Prozent.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Mehr als alles

Ihr/Euer ergebenster MediaWatch Redakteur hat in den letzten Monaten das Sektorvorhaben Werte, Religion und Entwicklung der Gesellschaft für Internationale Zusammen (GIZ) bei dessen ersten Veröffentlichungen nach Kräften unterstützt. In der Selbstdarstellung des Vorhabens heißt es:
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat daher das Programm Werte, Religion und Entwicklung eingerichtet. Es wird von der GIZ umgesetzt, um das Thema Religion systematischer in die Entwicklungspolitik zu integrieren: Die Kompetenzen im Umgang mit dem Thema sollen erhöht werden und die Potenziale von Religion für eine erhöhte Wirksamkeit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit erkannt und einbezogen werden.
In der Einleitung der Broschüre "Mehr als alles" wird das Anliegen allgemeiner formuliert:
Eine Entwicklungspolitik, die den einzelnen Menschen in den Blick nimmt, muss auch dessen Kultur, Religion und Weltanschauung ernst nehmen. In unserer heutigen vernetzten Welt leben die meisten Menschen unter Bedingungen, die von kultureller und religiöser Vielfalt gekennzeichnet sind. Kultur und Religion können und sollten helfen, für die Stärkung von gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Toleranz zu werben.
Die Broschüre hat die Form eines Folders und enthält neben grundlegenden Informationen eine ganze Reihe von Einzelblättern mit Projektbeispielen, die um Interviews und Stellungnahmen zu Wertevorstellungen und einzelnen Glaubensbekenntnissen ergänzt sind. Eurem/Ihrem MediaWatch-Redakteur haben besonders die Beispiele zu Ebola und dem Libanon imponiert. Aber auch Umweltbewusstsein lässt sich in Zusammenarbeit mit Religionsführern besser vermitteln, wie es in Jordanien und Algerien praktiziert wurde.

Die Mappe ist auch in englischer Sprache erhältlich. Die Arbeit wird fortgesetzt und der Folder um weitere Elemente ergänzt.

Montag, 20. Oktober 2014

Neues Nachrichtenportal bei MediaWatch


Als neuen Service hat sich Ihr/Euer ergebenster MediaWatch-Redakteur ein RSS-basiertes Nachrichtenportal innerhalb des Blogs ausgedacht. Insbesondere in den nächsten Monaten, in denen nicht so viele Postings geboten werden können, soll Ihnen/Euch dieser Service helfen, zügig an interessante oder gewünschte Informationen zu gelangen. Wie immer bei MediaWatch ist auch dieser Nachrichten-Stream etwas gegen den Strich gebürstet. Wenn dieser Post von der Einstiegsseite verschwunden ist, kann man jederzeit von dem Link "Das Nachrichtenportal von MediaWatch" in der rechts stehenden Rubrik "Wir und die Anderen" zum dem neuen Angebot gelangen.

Wer andere interessante RSS-Angebote kennt - vor allem deutschsprachige Angebote für einzelne Weltregionen - die gut in diese Seite hereinpassen, kann sich gerne bei der Redaktion melden (uwe.kerkow (at) gmail.com) oder unten kommentieren.

Bei der Erstellung des Nachrichtenportals hat MediaWatch den Feedwind Code genutzt. Bitte ein klein wenig Geduld beim Aufrufen der Seite mitbringen. Es dauert meist etwas, bis alle Feeds abgerufen sind. Hakt es etwas, kann die Seite noch einmal neu aufgerufen werden.

Montag, 8. September 2014

Ebola: Der Kampf wird dauern

Die Netzfrauen leisten fast immer gute Arbeit und sind eine wichtige kritische Stimme. Doch mit ihrem Blogbeitrag zu Ebola sind sie über das Ziel hinausgeschossen. Zu Recht weisen sie zwar darauf hin, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag, den 2.9.2014 noch keine tausend Ebola Todesfälle registriert hatte. Doch dann kommt ein faustdicker Denkfehler:
Dies sind natürlich 788 Todesfälle zu viel, aber trotzdem sollten wir sie mit den 1,2 Millionen Todesfällen, die jährlich durch Malaria verursacht werden, vergleichen oder aber mit den 2.000 Todesfällen die jährlich in Frankreich durch die saisonbedingte Grippe auftreten.

Sonntag, 13. April 2014

Wie kann man feststellen, ob eine Quelle "seriös" ist?

Liebe LeserInnen,

das Widget "WIR UND DIE ANDEREN" (siehe rechte Spalte) wurde erweitert und umgestellt. Die Servicelemente wurden prominenter platziert: Der Text zu den Empfehlungen für den Umgang mit Nachrichten wurde aus dem Text zum Selbstverständnis von MediaWatch herausgelöst und als eigene Seite online gestellt. Neu sind einige Tipps zu der Frage, wie man feststellen kann, ob eine Quelle "seriös" ist.

Der (regelmäßig aktualisierte) Lebenslauf (mit englischsprachigem Pendant) bleibt ebenso erhalten, wie die Rubriken "in eigener Sache" und "Gastbeiträge". Auch die Arbeiten von Mor Faye "Murf" werden weiterhin diesen Blog zieren.

Herzlich,
Ihr / Euer ergebenster
MediaWatch-Redakteur

Donnerstag, 6. März 2014

Reisebericht Indien

Liebe LeserInnen,

Entwicklungspolitik Online bringt jetzt in loser Folge die Reisebeobachtungen Ihres/Eures ergebenen MediaWatch-Redakteurs aus Bengalen und Sikkim in Indien vom November und Dezember 2013. Hier der erste Teil.  Mittlerweile sind auch der zweite und der dritte Teil erschienen. Viel Spaß beim Lesen!