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Montag, 30. September 2024

Krieg im Sudan: Wer profitiert?

Im Schatten der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten ist der Bürgerkrieg im Sudan fast völlig in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht, denn das menschliche Leid, das hier entsteht, kann nur als unermesslich bezeichnet werden.

Die in den Medien und vielen Hilfsorganisationen gemeinhin genannte Zahl von etwas mehr als 15.000 Toten ist definitiv zu niedrig angesetzt. Die einfache Addition der Todesopfer aus den bisher bekannten Zusammenstößen und Gräueltaten lässt auf mindestens 65.000 Tote schließen. Tom Perriello, der US-Gesandte für den Sudan, spricht von 150.000 Opfern.

Dabei sind die anhaltende Hungersnot und die humanitären Probleme, die seit Jahrzehnten im Sudan und den angrenzenden Gebieten herrschen, überhaupt nicht berücksichtigt. Anfang Juli veröffentlichte das UNHCR einen revidierten Aufruf, in dem für das nächste halbe Jahr 1,03 Mrd. US-Dollar Soforthilfen gefordert werden. Derzeit irren etwa elf Millionen Flüchtlinge durch das Land oder vegetieren in Lagern vor sich hin. Zehn Mio. von ihnen wurden unter Anwendung oder Androhung von Gewalt verjagt. 25,6 Mio. Menschen, etwa die Hälfte der Bevölkerung des Sudan, hungert oder ist akut von Hunger bedroht.

Gekämpft wird fast überall im Sudan – vor allem um Khartum und im Süden des Landes. Besondere Aufmerksamkeit im Westen erhielten die Kämpfe in der Provinz Dafur, die sich derzeit im Ringen um die Stadt El Fasher zuspitzen. Aber warum geht der Krieg immer weiter? Vor allem die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben großen Einfluss auf den Krieg. Die UNO vermutet, dass die VAE die Rapid Support Forces (RSF) für ihren Kampf gegen die Regierungsseite bewaffnet haben. Die VAE bestreiten die Vorwürfe allerdings.

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Montag, 10. Juni 2024

Update Sudan

Der Sudan und Russland sind im Begriff, eine Reihe von militärischen und wirtschaftlichen Abkommen zu unterzeichnen, darunter auch die Einrichtung eines russischen Zentrums für die logistische Unterstützung der Marine am Roten Meer. Das berichtet die Sudan Tribune unter Berufung auf den stellvertretenden Oberbefehlshaber Yasir al Atta. 

Dieser Vorgang ist insofern bemerkenswert, als die bedeutende russische private Sicherheitsfirma Wagner zu Beginn des Bürgerkrieges im Sudan aufseiten der aufständischen Rapid Support Forces (RSF) aufgetreten waren. Nach dem Tod des ehemaligen Wagner-Kommandeurs Pawel Prigoschin übernahmen jedoch staatliche russische Stellen das Management der Beziehungen zu Khartum.

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Samstag, 12. Januar 2013

"Whiteland" eilt zur Hilfe

Die Mainstream-Medien schildern lang und breit die militärischen Übungen, die Iran vor seiner Haustür abhält (G-News dt.).

Kein Pieps dazu, dass die bundesrepublikanische Luftwaffe zusammen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ebenfalls dort übt: Die Übung Common Sky (zu Deutsch etwa "gemeinsamer Himmel") sei erfolgreich verlaufen, freut man sich auf der Homepage der Bundeswehr:
Der Übung Common Sky zu Grunde lag ein fiktives Krisenszenario in der Golf-Region. Deutschland – im Szenario als „Whiteland“ bezeichnet – war, mit einem UN-Mandat ausgestattet, einem befreundeten Staat zur Hilfe geeilt, als dieser angegriffen wurde. Nach 2009 war Common Sky 2012 die zweite gemeinsame Übung mit den VAE. 
German-Foreign-Policy.com weist zu Recht darauf hin, dass mit dem potentiellen Angreifer nur der Iran gemeint sein kann. Außerdem erfährt man hier, dass die Bundeswehr "nebenbei" den Eurofighter präsentierte, der an die VAE verkauft werden solle. Die EU hat sich kürzlich erst sehr kritisch zur Menschenrechtslage in den Emiraten geäußert.