Posts mit dem Label Marokko werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Marokko werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 17. August 2026

Erdgas aus Nigeria? Welche Risiken die neue Mega-Pipeline birgt

Gas aus Nigeria auch für Europa: Trotz ECOWAS-Zustimmung ist die Finanzierung der Pipeline unklar. Gas fließt frühestens 2031. 

Westafrikas Staats- und Regierungschefs haben im Mai 2026 in Freetown eines der ambitioniertesten Infrastrukturprojekte des Kontinents offiziell abgesegnet: Die Nigeria-Marokko-Atlantik-Gaspipeline soll künftig 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr von Nigeria entlang der Atlantikküste bis nach Marokko transportieren und von dort nach Europa weiterleiten. 

Doch ob das Gas tatsächlich jemals fließen wird, ist höchst ungewiss. Die Kosten werden auf 25 Milliarden US-Dollar geschätzt, die Bauzeit soll mehr als 20 Jahre betragen, und die Finanzierung ist nicht gesichert. 

Bitte weiterlesen bei Telepolis ...

Donnerstag, 6. August 2026

Geopolitischer Poker: Wie Marokko mit einem Mega-Hafen Fakten schafft

Marokko baut in der Westsahara einen Tiefwasserhafen. Das Projekt ist völkerrechtlich umstritten. Kritiker werfen Rabat die Ausbeutung der Region vor. 

Etwa 40 Kilometer nördlich der Kleinstadt Dakhla entsteht derzeit einer der größten Häfen Afrikas. Das Projekt umfasst einen Tiefwasserhafen mit drei großen Becken und einer Industriezone von 1.650 Hektar.

Laut marokko.com ist die Vision Rabats, den abgelegenen Ort als maritime Drehscheibe zwischen Afrika, Europa und Amerika zu etablieren. Nach Angaben des marokkanischen Ministeriums für Ausrüstung und Wasserwirtschaft soll der Hafen nach seiner Fertigstellung über 35 Millionen Tonnen Fracht pro Jahr umschlagen können. 

Das Projekt wird von zwei marokkanischen Bauunternehmen realisiert [3], und die Investitionssumme auf mehrere Milliarden Euro beziffert. Bis 2028 soll der Bau abgeschlossen sein, die ersten Anlagen 2029 in Betrieb gehen.

Bitte weiterlesen bei Telepolis ... 

Montag, 29. Dezember 2025

Algeriens Su-57-Deal: Unabhängigkeit um jeden Preis

Erdöl- und Erdgasvorkommen sowie Pipelines in Algerien. Karte US-Regierung; gemeinfrei
Algerien erhält als weltweit erstes Land russische Tarnkappenjäger der fünften Generation. Warum der Deal mehr ist als ein teurer Waffenkauf. Eine Analyse.

Algerien wird nach Angaben staatlicher Medien in Algier der erste ausländische Käufer des russischen Kampfjets Su-57. Die algerische Luftwaffe kündigte laut Military Watch Magazine im Februar an, dass Piloten derzeit in Russland ausgebildet werden und die Auslieferung der Flugzeuge noch 2026 beginnen soll. 

Damit wird weltweit zum ersten Mal ein Kampfflugzeug der fünften Generation exportiert, das nicht aus den USA kommt. Für Algerien ist es der vorläufige Höhepunkt einer jahrzehntelangen Strategie, militärische Unabhängigkeit durch russische Waffensysteme zu sichern.

Bitte weiterlesen bei Telepolis ... 

Mittwoch, 16. November 2016

Indien tut mehr

Marokko ist Gastgeber der aktuellen Verhandlungsrunde der UN Konferenz zum Klimawandel COP22 und will sich auch bei den erneuerbaren Energien hervortun, weshalb viele Windkraftanlagen gebaut werden - gerne auch in der besetzten Westsahara und mit  Hilfe von Siemens. Medico International hat dazu eine Studie aufgelegt: „Windige Geschäfte – Was Marokko und Siemens bei der COP22-Klimakonferenz in Marrakesch verheimlichen wollen." Vgl. dazu auch Entwicklungspolitik Online.

Die Baustellen der Globalisierung machen darauf aufmerksam, dass "das Volumen der vom Norden tatsächlich geleisteter Klimahilfen für die ärmsten Länder deutlich geringer ausfällt, als es die Zahlen der Geldgeber erscheinen lassen". Zugrunde liegt dem Bericht der Climate Finance Shadow Report 2016 von Oxfam.

Deutschland wird seine Klimaziele für 2020 wohl verfehlen, hat immer noch keinen Ausstiegsplan aus der Braunkohle und  ist deshalb im internationalen Klimaschutzranking auf Platz 29 abgerutscht (n-tv). Indien tut mehr fürs Klima als Deutschland höhnt die Zeit.

Mittwoch, 11. April 2012

Das Gute an der Formel 1

Soll niemand sagen, dass nicht auch die Formel 1 ihr Gutes hat: Gäbe es nicht das Gezerre um das Rennen in Bahrain (SPON, über 500 Meldungen bei G-News dt.) würden wir in deutscher Sprache praktisch nichts über die Menschen dort hören, die geduldig, unter hohem persönlichen Risiko und seit über einem Jahr friedlich gegen das Regime (eine "Königsfamilie") protestieren (G-News engl.). Eine Zusammenfassung der Ereignisse rund um die inzwischen abgerissene Perle in der Hauptstadt Manama bietet Wikipedia auf Englisch.

Um solche Reaktionen hervorzurufen, müssen die sportlichen Ereignisse allerdings eine gewisse Bedeutung haben. Denn Sport ist politisch nur dann relevant, wenn Sportereignisse so wichtig werden, dass sie über einen rein sportlichen Rahmen hinausweisen. Dann muss eine Vermarktung durch Werbung und/oder die Nutzung durch PolitikerInnen möglich sein. Sind solche Interessen etwa durch Menschenrechtsverletzungen akut gefährdet, kann das zum Umdenken der Verantwortlichen führen.

Triathlon in Larache und auch ein ATP-Tennisturnier in Casablanca (beides Marokko) reichen nicht, um in diesem Zusammenhang Aufmerksamkeit für die Probleme und Proteste (Reuters, G-News engl.) zu erwirken. (Auch in Marokko hier regiert übrigens ein Königshaus - allerdings durch ein Verfassungsreferendum in seiner Machtfülle bestätigt.) Und hier bietet Wikipedia ebenfalls einen Überblick über den bisherigen Verlauf der Proteste (engl.), der allerdings einer Aktualisierung bedarf. Wen es näher interessiert, kann es ja auch mit "The Tale of the February 20 Movement in 20 Videos" bei Global Voices versuchen.

Dienstag, 12. Juli 2011

"Gezielte Kooperation auf Augenhöhe"

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) verspricht im Spiegel Interview, die Spekulation mit Agrarrohstoffen einhegen zu wollen. Finanzminister Schäuble sei auch dafür:
Nun müssen die Finanzminister die Grundlage schaffen für eine stärkere Regulierung der Terminmärkte für Agrarrohstoffe. Ziel muss sein, die Achterbahnfahrt an den Rohstoffbörsen zu beenden, etwa durch Positionslimits für bestimmte Waren.