Marokko baut in der Westsahara einen Tiefwasserhafen. Das Projekt ist völkerrechtlich umstritten. Kritiker werfen Rabat die Ausbeutung der Region vor.
Etwa 40 Kilometer nördlich der Kleinstadt Dakhla entsteht derzeit einer der größten Häfen Afrikas. Das Projekt umfasst einen Tiefwasserhafen mit drei großen Becken und einer Industriezone von 1.650 Hektar.
Laut marokko.com ist die Vision Rabats, den abgelegenen Ort als maritime Drehscheibe zwischen Afrika, Europa und Amerika zu etablieren. Nach Angaben des marokkanischen Ministeriums für Ausrüstung und Wasserwirtschaft soll der Hafen nach seiner Fertigstellung über 35 Millionen Tonnen Fracht pro Jahr umschlagen können.
Das Projekt wird von zwei marokkanischen Bauunternehmen realisiert [3], und die Investitionssumme auf mehrere Milliarden Euro beziffert. Bis 2028 soll der Bau abgeschlossen sein, die ersten Anlagen 2029 in Betrieb gehen.
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