Montag, 17. August 2026

Erdgas aus Nigeria? Welche Risiken die neue Mega-Pipeline birgt

Gas aus Nigeria auch für Europa: Trotz ECOWAS-Zustimmung ist die Finanzierung der Pipeline unklar. Gas fließt frühestens 2031. 

Westafrikas Staats- und Regierungschefs haben im Mai 2026 in Freetown eines der ambitioniertesten Infrastrukturprojekte des Kontinents offiziell abgesegnet: Die Nigeria-Marokko-Atlantik-Gaspipeline soll künftig 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr von Nigeria entlang der Atlantikküste bis nach Marokko transportieren und von dort nach Europa weiterleiten. 

Doch ob das Gas tatsächlich jemals fließen wird, ist höchst ungewiss. Die Kosten werden auf 25 Milliarden US-Dollar geschätzt, die Bauzeit soll mehr als 20 Jahre betragen, und die Finanzierung ist nicht gesichert. 

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Dienstag, 11. August 2026

Machtkampf im Kongo: US-Rohstoff-Deals heizen die Gewalt im Osten weiter an

Die USA sichern sich Kobalt und Kupfer im Kongo. Doch die Friedensdiplomatie scheitert: Die M23-Miliz terrorisiert die Region Ostkongo weiter.

Im Dezember 2025 unterzeichneten die USA und die kongolesische Regierung ein strategisches Partnerschaftsabkommen. Darin sicherten sich Washington und US-Unternehmen bevorzugten Zugang zu diesen kritischen Mineralien. 

Das Abkommen wurde als Teil einer umfassenderen Friedensdiplomatie inszeniert. Zuvor, im Juni 2025 hatten die Demokratischen Republik Kongo und das Nachbarland Ruanda ein Friedensabkommen unterzeichnet, das einen Waffenstillstand und den Abzug ruandischer Truppen aus dem Ostkongo vorsah.

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Donnerstag, 6. August 2026

Geopolitischer Poker: Wie Marokko mit einem Mega-Hafen Fakten schafft

Marokko baut in der Westsahara einen Tiefwasserhafen. Das Projekt ist völkerrechtlich umstritten. Kritiker werfen Rabat die Ausbeutung der Region vor. 

Etwa 40 Kilometer nördlich der Kleinstadt Dakhla entsteht derzeit einer der größten Häfen Afrikas. Das Projekt umfasst einen Tiefwasserhafen mit drei großen Becken und einer Industriezone von 1.650 Hektar.

Laut marokko.com ist die Vision Rabats, den abgelegenen Ort als maritime Drehscheibe zwischen Afrika, Europa und Amerika zu etablieren. Nach Angaben des marokkanischen Ministeriums für Ausrüstung und Wasserwirtschaft soll der Hafen nach seiner Fertigstellung über 35 Millionen Tonnen Fracht pro Jahr umschlagen können. 

Das Projekt wird von zwei marokkanischen Bauunternehmen realisiert [3], und die Investitionssumme auf mehrere Milliarden Euro beziffert. Bis 2028 soll der Bau abgeschlossen sein, die ersten Anlagen 2029 in Betrieb gehen.

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Mittwoch, 5. August 2026

Investitionsabkommen: Wenn Konzerne Staaten verklagen

Ausländische Investitionen sollen Entwicklung fördern. Doch die Abkommen, die sie schützen, belasten oft die Staatskassen und bremsen wichtige Reformen. 

Weltweit sind Staaten bemüht, Investitionen aus dem Ausland anzuziehen. Neben guten Produktionsbedingungen und Marktzugang sollen auch Schutzversprechen Investitionsabkommen helfen, ausländisches Kapital anzulocken. 

Ein zentraler Bestandteil vieler dieser Abkommen ist das sogenannte Investor-Staat-Streitbeilegungsverfahren, kurz ISDS. Dieses Verfahren erlaubt es ausländischen Investoren, Staaten direkt vor internationalen Schiedsgerichten zu verklagen, wenn sie ihre Rechte verletzt sehen. Nationale Gerichte werden übergangen. 

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Montag, 3. August 2026

Staudammprojekte in Bangladesch in Gefahr

Bangladesch baut für vier Milliarden Dollar den Padma-Damm. Experten warnen: Ohne neues Abkommen mit Indien droht eine historische Fehlinvestition.

Nach mehr als sechs Jahrzehnten Planung hat Bangladesch Mitte Mai den Bau des Padma-Staudamms genehmigt, eines der ambitioniertesten Wasserbauprojekte in der Geschichte des Landes. Das Vorhaben soll chronische Wasserknappheit bekämpfen, fünf ausgetrocknete Flusssysteme wiederbeleben und die Versalzung der Küstenregionen eindämmen.

Doch das Projekt steht vor einem fundamentalen Problem: Es kann nur funktionieren, wenn Indien genügend Wasser liefert. Genau das ist jedoch nicht gesichert.

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Samstag, 25. Juli 2026

Die Philippinen rüsten auf

Manila investiert Milliarden in neue Waffensysteme. Die USA stationieren Raketen, und Südkorea liefert Kriegsschiffe. Deutschland hofft auf einen U-Boot-Deal.

Die Philippinen rüsten massiv auf. Anlass dazu geben die anhaltenden Spannungen mit China im Südchinesischen Meer. Peking beansprucht große Teile der strategisch wichtigen Gewässer für sich. Das abschlägige Urteil eines Ad-Hoc-Schiedsgericht von 2016 erkennt Peking nicht an.

Die Vereinigten Staaten bleiben allerdings der wichtigste Verbündete der Philippinen. Ende 2025 hat Washington einen 3,5 Milliarden US-Dollar schweren Kredit für das Aufrüstungsprogramm aufgelegt: Davon sind 2,5 Mrd. innerhalb von 5, die letzte Milliarde innerhalb von 17 Jahren rückzahlbar.

Gleichzeitig sucht Manila jedoch nach neuen Partnern für Rüstungslieferungen – und findet sie zunehmend außerhalb der USA.

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Montag, 13. Juli 2026

Mali: Tuareg-Separatisten und Dschihadisten weiterhin eine Gefahr

Bamako hat die Kontrolle über die Provinzhauptstadt Kidal erneut verloren. Hinter den Kulissen kämpfen auch Frankreich, die Ukraine und Russland. 

Der Bürgerkrieg in Mali ist Ende April 2026 erneut ausgebrochen. Ein Bündnis aus Tuareg-Separatisten "Front de Libération de l'Azawad" (FLA) und islamistischen Terroristen "Jamaat Nusrat al-Islam wal-Muslimin" (JNIM) startete eine Offensive gegen die Militärjunta in Bamako. Dabei wurden der Verteidigungsminister getötet und die strategisch wichtige Stadt Kidal erobert.

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