MediaWatch möchte seinen LeserInnen diesmal eine interessante Arbeit aus dem Bereich der öffentlichen Gesundheitsfürsorge vorstellen. Es geht um die Frage, wie kulturspezifische psychologische
und psychosoziale Voraussetzungen berücksichtigt werden können, um die psychosozialen Folgen von HIV und Aids wirksam zu reduzieren.Um dies zu beantworten, untersuchte Carsten Klöpfer den psychologischen Hintergrund der Folgen von HIV/Aids, Coping-Strategien und von Präventionskonzepten am Beispiel Thailands. Denn neue Risikogruppen und ein neues Risikoverhalten erfordern eine Politik, die der Angst und der alltäglichen Stigmatisierung Infizierter wirkungsvolle Programme entgegensetzt. Dabei sollten kulturelle Gegebenheiten unbedingt genutzt werden.
Thailand hat seit Anfang der 80er-Jahre eine ebenso erfolgreiche wie aggressive Anti-AIDS-Kampagne durchgeführt. Doch hat diese im Laufe der Jahrzehnte ihre Wirkung verloren. Die abschreckende Wirkung ließ nach und auch die Tourismusbranche war nicht glücklich mit der Kampagne. Mittlerweise fürchten Fachleute, dass die HIV/AIDS Prävaslenz in Thailand bald erschreckende Ausmaße annehmen könnte.
