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Dienstag, 27. Mai 2025

Ölboom in Uganda? Ja, aber ...

Karte der EACOP. Grafik: Sputink, CC BY-SA 4.0, wikimedia

Uganda will sein Erdöl über eine Pipeline auf den Weltmarkt bringen. Eine neue Raffinerie soll zudem Arbeitsplätze schaffen und bezahlbaren Sprit liefern. Kann das Projekt Erfolg haben? Wie unter einem Brennglas zeigen sich hier die Hürden, die Entwicklungsländer überwinden müssen, wollen sie größere Projekte für ihre Industrialisierung stemmen.

Extraktion ist nicht das Problem: Die erste Tranche der externen Finanzierung für die East African Crude Oil Pipeline (EACOP) gilt mittlerweile als gesichert, wie Oilprice.com meldet. Das Fünf-Milliarden-Dollar-Projekt sieht den Bau einer 1.443 Kilometer langen Pipeline vor, die von dem Binnenland Uganda bis zum Hafen Tanga in Tansania führen soll. Sie ist dafür ausgelegt, täglich 216.000 Barrel Rohöl zu transportieren, mit einer Steigerung auf bis zu 246.000 Barrel pro Tag.  

Donnerstag, 24. September 2015

Spuren des deutschen Kaiserreichs in Tansania

Das Andenken an die Kolonialzeit wird in Tansania bis heute gepflegt. Dennoch sind Deutsche ziemlich beliebt. Die Verbrechen der Kolonialzeit vor dem Ersten Weltkrieg sind weitgehend vergessen und Teile der seinerzeit errichteten Infrastruktur sind heute noch nützlich (Eisenbahn und touristisch verwertbare Sehenswürdigkeiten).
Unten eine Skulptur aus dem Nationalmuseum in Dar es Salaam, die den Ausgangspunkt kolonialer Inwertsetzung illustriert: Sklaven- und Elfenbeinhandel.

Askari-Denkmal in Dar es Salaam.

Sonntag, 6. September 2015

Frau Husseini handelt

MediaWatch möchte seinen geschätzten LeserInnen Frau Husseini vorstellen. Wir haben sie in Kigoma getroffen, dem wichtigsten tansanischen Hafen am Tanganjikasee. Frau Husseini kommt aus der Demokratischen Republik Kongo und kauft in Kigoma ein, um die Bestände für ihren Laden wiederaufzufüllen. Ihre Waren lässt sie dann auf die Fähre schaffen, die über den See nach Kalemie (ehemals Albertville) fährt.

Madame Husseini exportiert verschiedenste Waren aus Tansania in das Nachbarland. Der Schwerpunkt liegt bei Waschmitteln, Seife und Hygieneartikeln wie Puder, Haaröl oder Windeln. Aber auch Trinkwasser und Matratzen sind auf dem Foto zu sehen und dazu kommen noch Zement (gebrauchte) Plastikeimer und Schaumstoff.

Frau Husseini spricht weder Englisch noch Französisch - das braucht sie auch nicht, denn auf beiden Seiten des Tanganjikasees wird Suaheli gesprochen. Für das Foto hat sie sich schnell etwas Repräsentatives übergeworfen - ihre Arbeitskleidung ist nicht ganz so schick...

Frauen wie sie sind in ganz Afrika aktiv und versorgen die Menschen mit lebenswichtigen Gütern. Dabei füllen sie in der Regel die Nischen, die die großen Konzerne und Händler ihnen überlassen.  Madame Husseini lamerntiert nicht über ihre schwierige Lage - sie handelt.

Donnerstag, 3. September 2015

Der freie Markt gebiert Monster

Wer schon einmal eine Panne auf einer viel befahrenen Autobahn hatte, kennt sicher das Gefühl des Horrors, dass einen beschleicht, wenn der Verkehr als ununterbrochener Strom vorbeidonnert. Der Traum von der individuellen Freiheit gerinnt zum Alpdruck einer stählernen Lawine.

Am Stadtteil Kariakoo im tansanischen Dar es Salaam kann man studieren, wie Wohnungs- und Städtebau eskalieren, wenn sie nicht vernünftig reguliert werden: