Klimakatastrophe:
Weitere Ernten fallen Dürrekatastrophen zum Opfer,
die in den USA so schlimm wie seit 1200 Jahren und in Europa so verheerend wie
seit 500 Jahren nicht mehr waren. Raps und Getreide sind rechtzeitig gereift,
aber der Mais hat die Trockenheit mit Ernteausfällen quittiert - und zwar
sowohl in
Europa
als auch in den
USA.
Nun wird Mais fast ausschließlich an Tiere verfüttert ("Veredelung"
im Fachjargon) doch ist abzusehen, dass Fleisch, Eier und Molkereiprodukte
noch deutlich teurer werden dürften.
Dürre- und Hitzewellen haben auch den weltweiten Reisernten zugesetzt. Neben
Indien (MediaWatch berichtete)
hat es auch
China
und die
USA
getroffen.
Agrar heute liefert die passende Bildstrecke dazu: "Der Wüstenplanet".
Am Horn von Afrika (
Äthiopien, Kenia, Somalia) herrscht der schwerste
Wassermangel seit 40 Jahren (
UN OCHA). 20 Millionen sind akut von Hunger bedroht. Doch
anders als früher
wird auch angesichts solcher Meldungen nicht mehr zu Spenden aufgerufen (
ARD).
Ukraine:
Unterdessen rechnet der der russische Präsident Wladimir Putin
der Weltöffentlichkeit vor, wie
die Wirklichkeit der vom NATO-Land Türkei organisierten, ukrainischen
Nahrungsmittelexporte
aussieht:
„Von 87 Schiffen, die ukrainische Häfen mit Getreide verlassen haben, sind
32 in die Türkei gefahren [...]. Drei Schiffe sind nach Südafrika, drei nach
Israel, sieben nach Ägypten, 30 in die Europäische Union und nur zwei in die
ärmsten Länder des UN-Nahrungsmittelprogramms, nach Jemen und Dschibuti
gegangen. Das sind 60.000 Tonnen, nur 3 Prozent.“
Wer will - und wer kann - die "Propaganda" des personifizierten Gottseibeiuns
widerlegen? Das Interesse daran dürfte hierzulande gering sein, und "wir" sind
ja auch gar nicht angesprochen. Putin hat diese Rechnung nicht der "Goldenen
Milliarde" sondern den sieben Milliarden Menschen aufgemacht, die nicht im
Westen respektive in einem NATO-Land leben.
Düngemittel:
Weltweit kaufen FarmerInnen derzeit weniger Dünger, weil sie ihn schlicht
nicht bezahlen können. Das wird die nächsten Ernten überall geringer ausfallen lassen
und den Hunger weltweit antreiben. Eine rasche Besserung der Lage ist nicht in
Sicht, denn viele Unternehmen nutzen
Erdgas zur Herstellung von Dünger, und das wird auf absehbare Zeit (zumindest in Europa) sehr teuer
bleiben.