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Dienstag, 6. November 2012

Jede Menge Kohle

Es ist eine fast unglaubliche Schildbürgerei wird derzeit im Umfeld des somalischen Hafens Kismayo aufgeführt. Dort lagern derzeit vier Millionen Säcke Holzkohle, die sich im Laufe des vergangenen Jahres angesammelt haben. Denn die Vereinten Nationen haben ein Exportembargo gegen das schware Gold verhängt, in das offensichtlich die letzten Holzbestände des ausgedörrten, hungernden ostafrikanischen Landes verwandelt werden. Der East African berichtet:
... the UN Security Council imposed sanctions on the export of Somali charcoal over a year ago. Not only was it the main source of revenue for Al Shabaab, but the then Transitional Federal Government in Mogadishu argued that the cutting of trees for charcoal in Somalia had reached alarming proportions, and unless something urgent was done, the country risked environmental collapse.
Und die Vorräte wecken Begehrlichkeiten:
The stockpile of about four million bags — whose value the AU and UN estimate ranges from $25 million to $40 million in the Middle East market where most of it is sold — has become the first to cause diplomatic disagreements between countries.

Dienstag, 26. Juli 2011

Die Zeit wird knapp

Die Menschen in Ostafrika verhungern, und die Zeit, sie zu retten, wird knapp. Eine ganze Generation sei in Gefahr, konstatiert das Welternährungsprogramm. Aber die Deutschen spenden weniger als sonst - zumindest bisher. Unter Bezug auf Manuela Rossbach von "Aktion Deutschland hilft" (ADH) stellt etwa Kanal 8 fest: Die Höhe der Spenden für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Haiti summierte sich innerhalb weniger Tage auf mehr als 7 Millionen Euro. Für Ostafrika und Somalia wurde bisher nur 1,5 Millionen gegeben. Dagegen seien in Großbritannien bereits mehr als 20 Millionen Pfund (umgerechnet 22,7 Mio. Euro) für Ostafrika gesammelt worden. Auch Der Westen und die Ärztezeitung haben die Meldung aufgegriffen.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Die Große Hungersnot von 2011

"Great famine of 2011" wird die große Hungerkatastrophe, die zehn Millionen Menschen am Horn von Afrika bedroht, im East African bereits genannt. Aljazeera fragt "Is weather or war to blame?".

Spiegel Online lässt den Stellvertreterkrieg aus, den Äthiopien in Somalia 'gegen den Terror' führt. Lediglich von "bewaffneten Konflikten im Süden Somalias" ist die Rede.

Als "Afrikanische Hungersnot mit Ansage" bezeichnet dagegen das Neue Deutschland die Ereignisse:
Schon im Februar wurde vermeldet, dass in Ostafrika wegen der Dürre mit einem Ausfall der Maisernte gerechnet werden müsse. 
Telepolis meldet, dass sogar Al Shabaab mittlerweile Hilfen nicht-muslimischer Organisationen akzeptiert. Das Welternährungsprogramm will im besonders hart betroffenen Südsomalia helfen (Entwicklungspolitik Online). Die Operationen mussten seit Anfang März 2011 schrittweise ausgebaut werden.

Dienstag, 25. Mai 2010

Service Made in Germany

Eine echte Enthüllungsstory hat die ARD da geliefert. Denn was Amerikaner, Briten und Südafrikaner machen, können wir schon lange. Wir helfen mit unseren Steuergeldern, Kriege zu privatisieren und das alles ohne politische Kontrolle. Künftig wird der Krieg in Somalia vielleicht nicht nur mit Unterstützung deutscher Militärberater sondern auch von deutschen Söldnern geführt.

Was ist passiert? Ein Mensch namens Galadid Abdinur Ahmad Darman hat eine deutsche Sicherheitsfirma beauftragt über 100 Söldner zu rekrutieren, damit diese an und auf seiner Seite in den somalischen Bürgerkrieg eingreifen. Nun ist die Aufregung groß. Denn Darman gehört einer der vielen Bürgerkriegsfraktionen an, und er spricht der (von der internationalen Gemeinschaft unterstützten und mit Hilfe von äthiopischen Soldaten am Leben erhaltenen) Interimsregierung die Legitimität ab.

Montag, 16. November 2009

Offensive im Ogaden


Noch hat es sich bei den deutschen KollegInnen nicht herumgesprochen: Der Krieg im Ogaden ist wieder aufgeflammt. Die Nationale Befreiungsfront des Ogaden (ONLF) spricht von einer breit angelegten Offensive und behauptet, sieben Städte erobert zu haben. Addis Abeba dementiert. Hier die Google-Übersicht über die englischsprachigen Berichte vom Wochenende.

Wikipedia bringt die Ogaden-Frage mit der äthiopischen Unterstützung für die somalische "Übergangsregierung" in Zusammenhang:
Nachdem 2006 die Union islamischer Gerichte die Kontrolle über große Teile Somalias erlangt und zum „Dschihad“ gegen Äthiopien zwecks Eroberung Ogadens aufgerufen hatte, marschierte Äthiopien wiederum auf der Seite der Übergangsregierung in Somalia ein, verdrängte die Union und unterhält heute eine massive Militärpräsenz.

Samstag, 1. November 2008

Piraterie - ein schlechtes Geschäft verglichen mit Giftmüllexporten

Zwar wurde die Regierung der Islamischen Gerichte in Mogadischu im Rahmen des “Kampfes gegen dern Terrorismus” von äthiopischen Soldaten mit Billigung des Westens weggeputscht, und ein NATO-Flottenverband kreuzt schon seit Monaten am Horn von Afrika. Von terroristischen Aktivitäten in der Region war denn auch lange nichts zu vernehmen. Doch scheint es nicht zu gelingen, die Piraterie in der Region in den Griff zu bekommen. Jetzt, wo erstmals ein 300 Meter langer Supertanker in die Hände der Freibeuter gefallen ist, wird das Ausmaß und die Infrasrtuktur dieser Form von Gewalt-Unternehmertum erstmals weltöffentlich: