Der Islam als Teil der staatlich propagierten
nationalen Identität in Zentralasien
nationalen Identität in Zentralasien
von Mauren Himmelsbach
In Zentralasien bildeten sich mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der 90er Jahre fünf neue unabhängige Nationalstaaten (Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgistan und Turkmenistan) nach den Prinzipien einer modernen säkularen Demokratie. Der Zusammenbruch der Sowjetunion war ein historisch einschneidendes Ereignis. Für manche kam es plötzlich, über Nacht, während andere schon Vorzeichen für diese Entwicklung wahrnahmen. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion kam es zu einem allgemeinen Wiederaufleben religiöser Praxis in allen ehemals sowjetischen Gebieten. Die neu entstehenden Staaten legten und legen einen sehr starken Fokus auf nationale Identität und propagieren im Zuge dessen die lokalen Formen des Islam als nationale Tradition.