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Mittwoch, 25. November 2015

Marikana - der Film

Aktivisten haben die staatliche südafrikanische Fernsehanstalt SABC aufgefordert, den Dokumentarfilm "Miner Shot Down" (IMDB: 7,8) über das Marikana Massaker (2) auszustrahlen (Al Jazeera). Die Verantwortlichen winden sich. Auch der Mail+Guardian verschweigt die Kontroverse (bisher). Dass der Film gerade sogar einen Emmy als bester Dokumentarfilm bekommen hat, ist in deutscher Sprache laut G-News im Mainstream überhaupt nur von der NZZ und dem Standard erwähnt worden. Beschämend.

Folglich ist der Film im ersten Halbjahr 2015 auch nur an einigen wenigen Orten in Deutschland gelaufen. Es gibt derzeit (1), (2) Adressen unter denen man den Film bei Youtube gucken kann. Unten ist der Trailer eingebettet.


Als kleiner Service von Seiten der Redaktion hier auch noch der Link zum offiziellen Statement anlässlich der Vorstellung des 660 Seiten langen Untersuchungsberichts. im Juni diesen Jahres.

Freitag, 13. März 2015

Ratten sind Helden

Landminen räumen ist Stoff für Kriegsfilme, Sport für englische Gentlemen und wird mit schwerem Gerät versucht. Das alles ist teuer und/oder gefährlich. Jetzt stellt sich heraus: Ratten können viel besser Landminen räumen und viel billiger. Ihre Nasen sind so gut, dass offensichtlich noch keine einzige Ratte beim Minensuchen umgekommen ist. Auf die Idee gekommen ist die belgische NGO Apopo, das Video kommt vom Guardian.

Donnerstag, 18. März 2010

Etwas gegen die Leere tun

"'The Hurt Locker' is empty", befindet der Guardian - eine Auffassung, der man sich durchaus anschließen kann. Die Kollegen beim Spiegel finden den mehrfach Oscar-gekrönten Film über die Beseitigung von Sprengfallen im Irak dagegen offensichtlich spannend genug, um fix noch eine Reportage nachzuschieben.

Vertane Chancen. Hier werden moderne Cowboy-Märchen aufgetischt und neue Aspekte kreiert, die geeignet sind, dem "Krieg gegen den Terror" Akzeptanz zu verschaffen.

Welche Genugtuung wäre es im Vergleich dazu, endlich mal ein paar richtig gut gemachte und spannende Produkte über humanitäres Minenräumen (AA), (IRIN, engl.), (Linkliste der Stiftung Welt ohne Minen) entdecken zu dürfen. Das sollte eigentlich nicht so schwer sein, denn Drehorte gibt es genug und auch interessante Menschen, die - auf die eine oder andere Art und Weise - mit dem Thema zu tun haben. Die Recherche ist auch vergleichsweise einfach: Die UN halten eine Liste aller 39 Länder mit möglichen locations bereit. Etwa 100 Millionen Anti-Personenminen liegen weltweit rum (CNN) - ein wahrhaft weites Feld. Und schließlich braucht sich niemand vom Militär einbetten lassen um dieses Thema gekonnt auf- und auszuarbeiten.