Donnerstag, 6. August 2026

Geopolitischer Poker: Wie Marokko mit einem Mega-Hafen Fakten schafft

Marokko baut in der Westsahara einen Tiefwasserhafen. Das Projekt ist völkerrechtlich umstritten. Kritiker werfen Rabat die Ausbeutung der Region vor. 

Etwa 40 Kilometer nördlich der Kleinstadt Dakhla entsteht derzeit einer der größten Häfen Afrikas. Das Projekt umfasst einen Tiefwasserhafen mit drei großen Becken und einer Industriezone von 1.650 Hektar.

Laut marokko.com ist die Vision Rabats, den abgelegenen Ort als maritime Drehscheibe zwischen Afrika, Europa und Amerika zu etablieren. Nach Angaben des marokkanischen Ministeriums für Ausrüstung und Wasserwirtschaft soll der Hafen nach seiner Fertigstellung über 35 Millionen Tonnen Fracht pro Jahr umschlagen können. 

Das Projekt wird von zwei marokkanischen Bauunternehmen realisiert [3], und die Investitionssumme auf mehrere Milliarden Euro beziffert. Bis 2028 soll der Bau abgeschlossen sein, die ersten Anlagen 2029 in Betrieb gehen.

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Mittwoch, 5. August 2026

Investitionsabkommen: Wenn Konzerne Staaten verklagen

Ausländische Investitionen sollen Entwicklung fördern. Doch die Abkommen, die sie schützen, belasten oft die Staatskassen und bremsen wichtige Reformen. 

Weltweit sind Staaten bemüht, Investitionen aus dem Ausland anzuziehen. Neben guten Produktionsbedingungen und Marktzugang sollen auch Schutzversprechen Investitionsabkommen helfen, ausländisches Kapital anzulocken. 

Ein zentraler Bestandteil vieler dieser Abkommen ist das sogenannte Investor-Staat-Streitbeilegungsverfahren, kurz ISDS. Dieses Verfahren erlaubt es ausländischen Investoren, Staaten direkt vor internationalen Schiedsgerichten zu verklagen, wenn sie ihre Rechte verletzt sehen. Nationale Gerichte werden übergangen. 

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Montag, 3. August 2026

Staudammprojekte in Bangladesch in Gefahr

Bangladesch baut für vier Milliarden Dollar den Padma-Damm. Experten warnen: Ohne neues Abkommen mit Indien droht eine historische Fehlinvestition.

Nach mehr als sechs Jahrzehnten Planung hat Bangladesch Mitte Mai den Bau des Padma-Staudamms genehmigt, eines der ambitioniertesten Wasserbauprojekte in der Geschichte des Landes. Das Vorhaben soll chronische Wasserknappheit bekämpfen, fünf ausgetrocknete Flusssysteme wiederbeleben und die Versalzung der Küstenregionen eindämmen.

Doch das Projekt steht vor einem fundamentalen Problem: Es kann nur funktionieren, wenn Indien genügend Wasser liefert. Genau das ist jedoch nicht gesichert.

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Samstag, 25. Juli 2026

Die Philippinen rüsten auf

Manila investiert Milliarden in neue Waffensysteme. Die USA stationieren Raketen, und Südkorea liefert Kriegsschiffe. Deutschland hofft auf einen U-Boot-Deal.

Die Philippinen rüsten massiv auf. Anlass dazu geben die anhaltenden Spannungen mit China im Südchinesischen Meer. Peking beansprucht große Teile der strategisch wichtigen Gewässer für sich. Das abschlägige Urteil eines Ad-Hoc-Schiedsgericht von 2016 erkennt Peking nicht an.

Die Vereinigten Staaten bleiben allerdings der wichtigste Verbündete der Philippinen. Ende 2025 hat Washington einen 3,5 Milliarden US-Dollar schweren Kredit für das Aufrüstungsprogramm aufgelegt: Davon sind 2,5 Mrd. innerhalb von 5, die letzte Milliarde innerhalb von 17 Jahren rückzahlbar.

Gleichzeitig sucht Manila jedoch nach neuen Partnern für Rüstungslieferungen – und findet sie zunehmend außerhalb der USA.

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Montag, 13. Juli 2026

Mali: Tuareg-Separatisten und Dschihadisten weiterhin eine Gefahr

Bamako hat die Kontrolle über die Provinzhauptstadt Kidal erneut verloren. Hinter den Kulissen kämpfen auch Frankreich, die Ukraine und Russland. 

Der Bürgerkrieg in Mali ist Ende April 2026 erneut ausgebrochen. Ein Bündnis aus Tuareg-Separatisten "Front de Libération de l'Azawad" (FLA) und islamistischen Terroristen "Jamaat Nusrat al-Islam wal-Muslimin" (JNIM) startete eine Offensive gegen die Militärjunta in Bamako. Dabei wurden der Verteidigungsminister getötet und die strategisch wichtige Stadt Kidal erobert.

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Sonntag, 21. Juni 2026

Strahlendes Afrika: Uran für die Welt

Afrikanische Länder wollen Atomkraft künftig verstärkt nutzen. Und auch als Uran-Lieferanten spielen einige eine bedeutende Rolle. 

Etwa 14 Prozent der weltweiten Uranproduktion stammen aus afrikanischen Ländern, vor allem aus Namibia, Niger und Südafrika. Diese Länder spielen eine bedeutende Rolle in der globalen Lieferkette und streben – wie Namibia und Südafrika – eigene Anlagen zur Herstellung von U3O8 (Yellow Cake) an.

Doch die interessantesten Entwicklungen bezüglich des Uranbergbaus in Afrika entfalten sich derzeit in Niger.

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Montag, 15. Juni 2026

Afrika: Atomstrom auf dem Vormarsch

Noch ist die Liste der Atomkraftwerke in Afrika ziemlich übersichtlich. Doch das dürfte sich bald ändern. Eine neue Technik spielt dabei eine besondere Rolle. Derzeit betreibt Südafrika das einzige in Betrieb befindliche Atomkraftwerk in Koeberg bei Kapstadt mit zwei Reaktorblöcken, die 1.854 MW leisten. 

Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) zählt jedoch mittlerweile 16 weitere afrikanische Länder auf, die Atomkraftwerke bauen oder bauen wollen: Ägypten, Algerien, Äthiopien, Burkina Faso, Ghana, Kenia, Marokko, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sudan, Tansania, Tunesien, Uganda und Sambia. 

Und diese Liste ist nicht einmal vollständig. Denn inzwischen verfolgen auch Mali und Namibia solche Pläne. Allerdings sind die meisten dieser Vorhaben bloße Absichtserklärungen und haben derzeit das Stadium konkreter Planungen noch nicht erreicht.

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Dienstag, 19. Mai 2026

Kleine Kredite erhalten die Freundschaft

Pünktlich zum Beginn der nigerianischen LNG-Lieferungen haben Berlin und Abuja ihre Wirtschaftskooperation ausgeweitet. Es gibt Kredite und Entwicklungshilfe.

Nigeria und Deutschland haben in Abuja ein Entwicklungs- und Investitionsabkommen im Wert von 365 Millionen Euro unterzeichnet. Das teilte das nigerianische Ministerium für Haushalt und Wirtschaftsplanung mit.

Die Vereinbarung umfasst 65 Millionen Euro für finanzielle und technische Zusammenarbeit sowie einen Rahmen für Exportkreditgarantien in Höhe von 300 Millionen Euro.

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Montag, 11. Mai 2026

Schuldner der Welt, vereinigt euch!

54 Länder geben mehr für Schulden als für Bildung aus. Jetzt schließen sich Schuldnerstaaten erstmals zusammen – als Gegengewicht zu den Gläubigern. 

Am 15. April haben Entwicklungsländer während der Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank in Washington die sogenannte Borrowers' Platform ins Leben gerufen. Es ist das erste Mal, dass sich Schuldnerländer in einer eigenen Institution zusammenschließen, um gemeinsam über Schulden zu beraten. 

Die Initiative richtet sich an Finanzminister und Zentralbankchefs aus Entwicklungsländern. Sie soll den Austausch von Wissen fördern, die Koordination stärken und den Schuldnern eine gemeinsame Stimme in globalen Schuldendiskussionen verschaffen, wie die UN-Organisation für Handel und Entwicklung (UNCTAD) mitteilt, die als Sekretariat der Plattform fungiert. 

Die neue Plattform soll ein Gegengewicht zu etablierten Gläubiger-Institutionen wie dem Pariser Club bilden. Dort treffen sich die Gläubigerländer, um Verhandlungsstrategien zu besprechen, wenn Schuldner Probleme bei der Rückzahlung haben. 

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Montag, 23. März 2026

Iran-Krieg: Ernten weltweit gefährdet

Die Blockade der Straße von Hormus lässt nicht nur die Energie- sondern auch die Düngemittelpreise explodieren. Ein Drittel des Düngemitttel-Welthandels ist derzeit blockiert. 

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schlägt Alarm: Der Konflikt im Nahen Osten löst gerade eine globale Düngemittelkrise aus, die sich direkt auf Lebensmittelpreise und Ernährungssicherheit auswirkt. Die FAO warnte in einem Podcast am Dienstag vor "erheblich ernsteren" Folgen, sollte der Konflikt länger als drei Monate andauern. 

Der Chefvolkswirt der Organisation, Maximo Torero, betonte die Dringlichkeit: "Deshalb ist es so wichtig, nicht zuzulassen, dass dies über einen längeren Zeitraum eskaliert." In Europa kostet importierter Harnstoff mittlerweile bis zu 700 Euro pro Tonne – ein Anstieg um 66 Prozent seit Mitte Februar, wie die Fachzeitschrift agrarheute berichtet. 

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Dienstag, 10. März 2026

Pakistan unter Druck

Die Ermordung des iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei im Zuge des unprovizierten völkerrechtswidrigen US-Israelischen Angriffskriegs gegen Iran Ende Februar löste in ganz Pakistan militante Proteste aus, bei denen mindestens 26 Menschen starben. 

In Karatschi stürmten Hunderte Demonstranten das US-Konsulat, durchbrachen das äußere Tor und beschädigten Fenster im Hauptgebäude. Sicherheitskräfte setzten scharfe Munition, Tränengas und Gummigeschosse ein. 

 In der Hauptstadt Islamabad kamen mindestens zwei Menschen bei Demonstrationen nahe der "Roten Zone" ums Leben, einem schwer bewachten Gebiet, in dem sich Parlament und diplomatische Vertretungen befinden, darunter die US-Botschaft. Tausende Demonstranten hatten sich dort versammelt.

 In der nordpakistanischen Stadt Skardu in der Region Gilgit-Baltistan, die mehrheitlich von Schiiten bewohnt wird, starben mindestens elf Menschen. Die Behörden verhängten eine dreitägige Ausgangssperre in der Region. 

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Montag, 9. März 2026

Wahlen in Nepal: Rapper schlägt Veteran

 

Kathmandu. Foto: Royonx, wikimedia, CC-0

Ein Aufstand der Generation Z stürzte Nepals Regierung. Am 5. März hat Nepal ein neues Parlament gewählt. Doch diese Wahl ist mehr als ein routinemäßiger Urnengang in einem der ärmsten Länder Asiens. Sie könnte die politische Landschaft des kleinen Himalaja-Staats grundlegend verändern – und womöglich sogar seine außenpolitische Balance zwischen den Giganten China und Indien erschüttern. 

 Im Zentrum stand ein ungewöhnliches Duell: Balendra Shah, 35 Jahre alt, ehemaliger Rapper und seit 2022 Bürgermeister der Hauptstadt Kathmandu, war gegen KP Sharma Oli in dessen eigenem Wahlkreis angetreten. Der 74-jährige Veteran war bereits viermal Premierminister.

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Montag, 5. Januar 2026

Das Renten-Desaster, das 30 Länder kopiert haben

Chile zwang Arbeitnehmer in private Rentenfonds – doch die Renten reichten nicht zum Leben. Jetzt kehrt das Land zum Solidarsystem zurück.

Nach Beginn des Kalten Krieges förderte die US-Regierung eine Partnerschaft zwischen der University of Chicago und der Pontificia Universidad Católica de Chile in Santiago. Indem sie Studenten mit den marktradikalen Weltanschauungen der Fakultät von Chicago – vertreten vor allem von Milton Friedman – vertraut machte, hoffte Washington, Chile vom Kommunismus fernhalten zu können.

Doch der Plan ging nicht auf.

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Montag, 29. Dezember 2025

Algeriens Su-57-Deal: Unabhängigkeit um jeden Preis

Erdöl- und Erdgasvorkommen sowie Pipelines in Algerien. Karte US-Regierung; gemeinfrei
Algerien erhält als weltweit erstes Land russische Tarnkappenjäger der fünften Generation. Warum der Deal mehr ist als ein teurer Waffenkauf. Eine Analyse.

Algerien wird nach Angaben staatlicher Medien in Algier der erste ausländische Käufer des russischen Kampfjets Su-57. Die algerische Luftwaffe kündigte laut Military Watch Magazine im Februar an, dass Piloten derzeit in Russland ausgebildet werden und die Auslieferung der Flugzeuge noch 2026 beginnen soll. 

Damit wird weltweit zum ersten Mal ein Kampfflugzeug der fünften Generation exportiert, das nicht aus den USA kommt. Für Algerien ist es der vorläufige Höhepunkt einer jahrzehntelangen Strategie, militärische Unabhängigkeit durch russische Waffensysteme zu sichern.

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Sonntag, 7. Dezember 2025

Finanzkasino: Gewinne für die Reichen und Superreichen, Krisen für die Armen

Vor allem die KI-Blase hat die Debatte über Schäden neu entfacht, die überschießende Spekulation verursacht oder verursachen kann. Eine Philippika. 

Finanzmärkte sind überaus nützlich, lehrt die Neoklassik. Sie sorgten dafür, dass diejenigen, die Geld brauchen, es zu möglichst günstigen Konditionen erhalten. Diejenigen, die es verleihen, bekämen im Gegenzug einen angemessenen Zins. So werde der Faktor Kapital optimal alloziert. 

Und in genau definierten Grenzen ist das sogar richtig: Für Unternehmen macht es Sinn, sich gegen plötzliche Preissprünge abzusichern. Und die Theorie wurde weltweit ausgiebig getestet: “Bis 1980 entsprach der Wert der globalen Finanzanlagen etwa dem des globalen Sozialprodukts; zwischenzeitlich beträgt das Verhältnis 1:10“, stellte etwa das Deutsche Institut für Entwicklung und Nachhaltigkeit 2017 fest.

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Freitag, 7. November 2025

Mali: Wenn Islamisten ein Land lahmlegen

 

Dschihadisten zünden Tanklaster an und kappen Versorgungsrouten. Schulen bleiben geschlossen, die Armee eskortiert Konvois. 

In Mali wurde der Unterricht an Schulen und Universitäten landesweit ausgesetzt. Laut Maliweb ist es wegen Treibstoffknappheit weder möglich, sich im Land fortzubewegen, noch die Einrichtungen in Betrieb zu halten. 

Wie Radio France International (RFI) mitteilt, erzwang eine sogenannte "Gruppe zur Unterstützung des Islams und der Muslime“ (Jama'at Nasr al-Islam wal Muslimin, JNIM) schon Anfang September die Unterbrechung der Treibstoffimporte aus dem Senegal. JNIM zündet fast täglich Tanklaster an und hat wichtige Routen zu den Städten Kayes nahe der senegalesischen und zu Nioro du Sahel nahe der mauretanischen Grenze gekappt.

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Montag, 3. November 2025

Mosambiks LNG-Milliardenprojekte: Kosten, Verzögerungen, Zweifel und Gewalt

Nach vier Jahren Unterbrechung will ein französischer Ölmulti sein Gasprojekt im Norden von Mosambik wieder aufnehmen. Doch die Kosten steigen und manche Geldgeber würden gerne abspringen.

Der französische Energiekonzern TotalEnergies will eines der größten Energieprojekte Afrikas nach vierjähriger Zwangspause wieder aufnehmen. Das Unternehmen teilte am Samstag mit, die höhere Gewalt (force majeure) für das 20-Milliarden-Dollar-Projekt zur Gasverflüssigung in Mosambik aufzuheben.

Das als MozambiqueLNG bekannte Vorhaben war 2021 gestoppt worden, nachdem islamistische Milizen in der Provinz Cabo Delgado, in der das Projekt gebaut wird, einen tödlichen Terroranschlag verübt hatten.

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Montag, 20. Oktober 2025

Krieg zwischen Pakistan und Afghanistan?

Die 2450 km lange Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan (rot). Grafik: Weaveravel, CC-SA-4.0 int.

Kürzlich entbrannten heftige Gefechte im Grenzgebiet zwischen den beiden Ländern. Obwohl dort im Moment Ruhe herrscht, ist die Gefahr noch nicht gebannt. Aber worum geht es in dem Konflikt? 

Seit die Nato aus Afghanistan abgerückt ist, hat es immer wieder Schwierigkeiten zwischen Islamabad und Kabul gegeben. So hat Pakistan die Durand-Linie in den letzten Jahren zunehmend befestigt und afghanische Flüchtlinge zur Rückkehr gezwungen

Doch am zweiten Oktoberwochenende eskalierten beide Länder plötzlich auch militärisch.Die Gefechte begannen in der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober 2025, nachdem die afghanischen Taliban – aber nach pakistanischen Angaben auch die von Indien unterstützte Fitna-al-Khawarij – einen Angriff entlang der pakistanisch-afghanischen Grenze gestartet hatten. Laut pakistanischer Darstellung ist dieser Angriff unprovoziert erfolgt.

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Montag, 13. Oktober 2025

Der Welthandel wächst ungebremst

Das aktuelle Global Trade Update der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) enthält einige Überraschungen. Jetzt, wo sich die Zollkapriolen der US-Administration immer deutlicher auch global in den Zahlen ablesen lassen, zeigt sich, dass der Welthandel weit weniger Federn gelassen hat als befürchtet. 

Im ersten Halbjahr 2025 hat der globale Austausch von Gütern und Dienstleistungen um rund 500 Milliarden US-Dollar zugelegt – trotz Volatilität, politischer Veränderungen und anhaltender geopolitischer Spannungen. Allerdings profitieren nicht alle Regionen und Branchen gleichmäßig.

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Montag, 22. September 2025

WTO-Fischereiabkommen

Ungewöhnliche Vorgänge bei der Welthandelsorganisation (WTO): Auf der Sitzung Mitte September nahm WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala die Annahmeurkunden von Brasilien, Kenia sowie Vietnam und Tonga zum Abkommen über Fischereisubventionen entgegen. 

Damit ist das Quorum von zwei Dritteln der WTO-Mitgliedsstaaten erreicht, womit der Vertrag in Kraft treten kann. 

Ungewöhnlich daran ist, dass solch ein Umweltabkommen nicht bei den Vereinten Nationen, sondern bei der WTO ausgehandelt wurde. Das Abkommen über Fischereisubventionen ist denn auch das erste multilaterale Abkommen der WTO, bei dem ökologische Nachhaltigkeit und nicht der Handel im Mittelpunkt steht. 

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