54 Länder geben mehr für Schulden als für Bildung aus. Jetzt schließen sich Schuldnerstaaten erstmals zusammen – als Gegengewicht zu den Gläubigern.
Am 15. April haben Entwicklungsländer während der Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank in Washington die sogenannte Borrowers' Platform ins Leben gerufen. Es ist das erste Mal, dass sich Schuldnerländer in einer eigenen Institution zusammenschließen, um gemeinsam über Schulden zu beraten.
Die Initiative richtet sich an Finanzminister und Zentralbankchefs aus Entwicklungsländern. Sie soll den Austausch von Wissen fördern, die Koordination stärken und den Schuldnern eine gemeinsame Stimme in globalen Schuldendiskussionen verschaffen, wie die UN-Organisation für Handel und Entwicklung (UNCTAD) mitteilt, die als Sekretariat der Plattform fungiert.
Die neue Plattform soll ein Gegengewicht zu etablierten Gläubiger-Institutionen wie dem Pariser Club bilden. Dort treffen sich die Gläubigerländer, um Verhandlungsstrategien zu besprechen, wenn Schuldner Probleme bei der Rückzahlung haben.
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