Sonntag, 24. Oktober 2010

Führungsrolle erwünscht


Vorschläge, wie die Entwicklungspolitik der G20 aussehen könnte/sollte, macht die Zeit. Wieder handelt es sich um einen Gastbeitrag aus dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE). Gefordert wird von der G20 nicht weniger als eine "Führungsrolle beim Design von integrierten Lösungspaketen für entwicklungspolitische Probleme". Die wichtigsten:
(...) im Bereich der Ernährungssicherung (...), [sind] auch die eigenen protektionistischen Politiken der G 20-Mitglieder in ein Lösungspaket einzubeziehen.

(...) es braucht einen Regulierungsrahmen für internationale Rohstoffunternehmen, egal ob sie aus Europa, USA, China oder Brasilien stammen. Sie brauchen entsprechende Arbeitsnormen und Umweltstandards, mit Transparenz-Richtlinien für die jeweiligen Finanzflüsse sowie Vereinbarungen zur Eindämmung von Kapital- und Steuerflucht.
Und natürlich auch:
Ein entschlossener handelspolitischer Schritt zugunsten eines freien Zugangs der ärmsten Länder zu den Märkten der Industrie- und der Schwellenländer wäre ein politisches Zeichen von hoher Symbolkraft.
Dazu bedarf es eines
Modus (...), die Entwicklungsländer – über das UN-System und über regionale Beteiligungsformen – an [den G20] Dialog- und Entscheidungsprozessen zu beteiligen
Insgesamt zeigt dieser Beitrag, dass die Wissenschaftler den G20 mehr Gestaltungskraft zuzutrauen scheinen als den UN oder der WTO. Wobei grundsätzlich selbstverständlich nichts dagegen auszusetzen ist, die für richtig befundenen Forderungen auch an neue Adressaten zu richten.

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