Donnerstag, 18. März 2010

Etwas gegen die Leere tun

"'The Hurt Locker' is empty", befindet der Guardian - eine Auffassung, der man sich durchaus anschließen kann. Die Kollegen beim Spiegel finden den mehrfach Oscar-gekrönten Film über die Beseitigung von Sprengfallen im Irak dagegen offensichtlich spannend genug, um fix noch eine Reportage nachzuschieben.

Vertane Chancen. Hier werden moderne Cowboy-Märchen aufgetischt und neue Aspekte kreiert, die geeignet sind, dem "Krieg gegen den Terror" Akzeptanz zu verschaffen.

Welche Genugtuung wäre es im Vergleich dazu, endlich mal ein paar richtig gut gemachte und spannende Produkte über humanitäres Minenräumen (AA), (IRIN, engl.), (Linkliste der Stiftung Welt ohne Minen) entdecken zu dürfen. Das sollte eigentlich nicht so schwer sein, denn Drehorte gibt es genug und auch interessante Menschen, die - auf die eine oder andere Art und Weise - mit dem Thema zu tun haben. Die Recherche ist auch vergleichsweise einfach: Die UN halten eine Liste aller 39 Länder mit möglichen locations bereit. Etwa 100 Millionen Anti-Personenminen liegen weltweit rum (CNN) - ein wahrhaft weites Feld. Und schließlich braucht sich niemand vom Militär einbetten lassen um dieses Thema gekonnt auf- und auszuarbeiten.



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