Montag, 3. Februar 2020

Eindämmung mit globalem Nutzen

Rassimus verbreitet sich mit dem Corona-Virus (DLF). Obwohl die Weltgesundheitsorganisation die chinesischen Maßnahmen lobt, schwanken die hiesigen Berichte meist zwischen Panikmache und vor allem Diskreditierung der chinesischen Maßnahmen.

Besonders erbittert die Chinesinnen die Reaktionen aus Washington und das Einreiseverbot der USA für Menschen, die kürzlich in China gewesen sind obwohl die WHO dies ausdrücklich nicht empfiehlt (Global Times).

Man weist auch auf die H1N1 Pandemie vor zehn Jahren hin, der nachgewiesenermaßen über 15.000 Menschen zum Opfer fielen (wikipedia/WHO). "However, the US failed to adopt effective control measures, causing a worldwide spread of the virus", heißt es in der Global Times. (Die volle Zahl der Todesfälle ist übrigens nie bekannt geworden, weil die Erkrankungen schlichtweg nicht überall systematisch erfasst worden sind.)

Nach dem zu urteilen, was an glaubwürdigen Nachrichten zu uns dringt, ist zweifelsohne anzuerkennen, dass die ChinesInnen entschlossen und tapfer gegen eine pandemische Ausbreitung des Virus ankämpfen (Global Times Timeline) und damit nicht nur den Menschen in China sondern uns allen einen unschätzbaren Dienst erweisen.


Und man kann schon ganz schön sauer werden, wenn man so etwas lesen muss (Stern):
US-Handelsminister Wilbur Ross hat mit der Aussage für Empörung gesorgt, das Coronavirus könne zu einer Rückkehr von Jobs aus China nach Nordamerika führen. Ross sagte am Donnerstag im US-Sender Fox Business, das Coronavirus sei ein "Risikofaktor" für Unternehmen, die in China Geschäfte machen wollten.
Deshalb ist es verständlich, wenn die Global Times in dem oben verlinkten Beitrag fragt:
Is this the only way for the world's only superpower to revive its manufacturing industry and make itself great again?

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