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Donnerstag, 22. Mai 2025

Clean Shelter - Spenden für Gaza

Wenn es offizielle Kriegspolitik ist, den Gegner auszuhungern, versagen die üblichen humanitären Kanäle. Man muss auf Graswurzel-Akteure zurückgreifen, wenn die Hilfe ankommen soll. Doch das ist schwierig, weil auf dem Feld viele Betrüger unterwegs sind (1), (2), (3). 

Deshalb soll hier eine seriöse Organisation mit Bankverbindung in Deutschland empfohlen werden, die auf Wunsch sogar eine Spendenquittung ausstellt: Clean Shelter. Die Transparenz beim Berliner Büro ist mehr als nur vorbildlich. So etwas habe ich in 30 Jahren entwicklungspolitischer Texte und Tätigkeiten nirgendwo sonst erlebt.

Darauf gestoßen ist Ihr/Euer MediaWatchBlog-Redakteur, weil Tamer Nafar Clean Shelter in den Sozialen Medien empfiehlt. 

Wer direkt zur Spendenseite und Bankverbindung weitergeleitet werden möchte, klicke bitte auf diese Textzeile.

P.S.: Ihr/Euer MediaWatchBlog-Redakteur empfiehlt, "Paypal" zu meiden, vor allem (aber nicht nur)
weil dieser Finanzdienstleister Gebühren von den Spenden abzweigt.

Donnerstag, 1. Dezember 2022

Spendenidee 2022


 

Auch dieses Jahr gilt das Motto, dass der aktuelle Tipp auf eine Region oder ein Problem abzielen soll, wo großer Bedarf herrscht. Und nachdem die Covid-19 Pandemie nun leider eher sehr schlecht als Recht durchgestanden ist, macht es Sinn an dieser Stelle einmal ausdrücklich auf die BUKO Pharmakampagne hinzuweisen: 

Die Leute von der Kampagne machen seit Jahrzehnten aktuelle, kritische, kompetente und leider viel zu unauffällige Arbeit. Dabei sind die Einlassungen der Pharmakampagne wissenschaftlich immer gut begründet. Derzeit arbeitet die Kampagne vornehmlich zu Antibiotika-Resistenzen, Zugang zu Krebsmedikamenten, Mutter-Kind-Gesundheit und den weltweiten Folgen von Covid19. 

Wer spenden möchte, kann dies Online tun oder  auf dem gewohntem Wege an den gemeinnützigen Trägerverein der Pharma-Kampagne in Form einer Überweisung:

„Gesundheit – global und gerecht e.V.“, Sparkasse Bielefeld
IBAN: DE97 4805 0161 0000 1056 27; BIC: SPBIDE3BXXX

Bitte vergessen Sie nicht, der Kampagne Ihren Namen und Ihre Adresse mitzuteilen, denn sie sendet Ihnen nach Jahresende automatisch eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt zu.
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Seit 2015 erscheint die Rubrik Spendenidee einmal jährlich Anfang Dezember - also sozusagen pünktlich zu Weihnachten.
Bisher lagen die Schwerpunkte der veröffentlichten Tipps und Aufrufe bei Migration, (2), Westasien (Israel/Palästina, Jemen) bzw. Frieden (2) im Allgemeinen. Um Unterstützung für KlimaaktivistInnen hat MediaWatchBlog ebenfalls schon gebeten.  

Mittwoch, 1. Dezember 2021

Spendenidee 2021

Jetzt zum Beginn der Adventszeit bittet MediaWatch alle LeserInnen, dieses Jahr an das Bündnis für einen gerechten Frieden zwischen Israelis und Palästinensern e.V. zu spenden. Seit fünf Jahren bemühen sich die Mitglieder des Bündnisses um

eine neue deutsche Palästinapolitik, die ihre faktische Unterstützung für den Landraub der israelischen Siedlungspolitik aufgibt und wirksame Maßnahmen gegenüber der israelischen Regierung ergreift, solange sie Völkerrecht und Menschenrechte mit Füßen tritt. Dazu gehören z.B. die Suspendierung des EU-Assoziierungsabkommens mit Israel und die Einstellung aller Waffenlieferungen.

Auf diesem steinigen Weg können die Mitglieder jede Menge Unterstützung gebrauchen. BIP bietet auch einen Blog, in dem man wesentliche Entwicklungen nachvollziehen kann.

Um an das Bündnis für einen gerechten Frieden zwischen Israelis und Palästinensern e.V. zu spenden, kann man einfach auf den kleinen Paypal-Button in der Kopfleiste der Webseite klicken oder folgende Bankverbindung nutzen: IBAN: DE43 2545 1345 0051 0579 58, BIC: NOLADE21PMT. Auch eine Fördermitgliedschaft ist möglich. 

Dienstag, 1. Dezember 2020

Spendenidee 2020

Heute ist der 2. November und draußen sind 22 Grad Celsius. Diese Nacht ist das Thermometer nicht unter 17(!) Grad gefallen - und da wundern sich manche immer noch, warum das Polarmeer mal wieder nicht zufrieren möchte... Nun, solch ein Sch***klima inspiriert wenigstens zu einer Spendenidee:


Es ist höchste Zeit, für Spenden an Ende Gelände zu werben. Nicht nur, dass die neuen Slogans wie "Kohle stoppen. Systemwandel jetzt" oder "Bekämpft das Patriarchat, nicht den Planeten" gut gefallen. Euer/Ihr ergebenster MediaWatch-Redakteur hält zudem ein gerüttelt Maß an Militanz für nötig, wenn wir wirklich etwas verändern wollen.

Also her mit der Kohle gegen die Kohle. Aber: "Ziviler Ungehorsam ist leider nicht steuerbegünstigt", klären uns die AktivistInnen freundlicherweise auf. Hätten wir uns auch denken können.

Montag, 2. Dezember 2019

Spendenidee 2019

Es ist an der Zeit, die MediaWatch-LeserInnen um eine Spende für Friedensarbeit zu bitten. Denn die Rüstungsausgaben in Deutschland (Stichwort 2-Prozent-Ziel) aber auch von NATO und EU steigen scheinbar unaufhaltsam. Entsprechend nehmen agressive Handlungen zu - angefangen von Manövern an den Außengrenzen Russlands über die "Modernisierung" der Atomwaffen in Büchel bis hin zu asymmetrischer Kriegsführung in Mali. Also könnten wir uns durchaus mal wieder stärker um Friedenspolitik bemühen.


Eine Institution, die das schon seit Jahrzehnten unabhängig, unauffällig aber sehr kompetent tut, ist die Informationsstelle Militarisierung (IMI) in Tübingen. Dabei umfassen die Analysen der Tübinger auch Themen wie rechte Netzwerke bei der Bundeswehr oder neue technische Entwicklungen vor. IMI veröffentlicht regelmäßig Standpunkte, Fact Sheets, Analysen und Studien sowie das Magazin Ausdruck und die Online-Zeitschrift IMI-List. Auch werden ReferentInnen vermittelt.

Ein herzlicher Dank für diese Spendenidee geht an Wolfgang aus Bonn und Hartwig aus Düsseldorf.

Donnerstag, 29. November 2018

Spendenidee 2018

Die tiefer und tiefer reichende, wirtschaftliche und soziale Spaltung Deutschlands spiegelt sich auch auf dem Spendenmarkt wieder: Immer weniger Deutsche spenden immer mehr. Der Deutsche Spendenrat schreibt dazu:
Rund 16,5 Millionen Menschen haben im Zeitraum Januar bis September 2018 Geld an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen gespendet. Im Vergleich zum Vorjahr waren das etwa 500.000 Menschen weniger. Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung [im Jahr 2005]. (...)
Der Betrag der durchschnittlichen Spende pro Spendenakt ist von 32 Euro auf 35 Euro gestiegen. (...) Dadurch ist das Spendenvolumen im Vorjahresvergleich jeweils bis September von 3,1 Mrd. Euro auf 3,3 Mrd. Euro gestiegen.
Wer also Ende das Jahres Geld für caritative Zwecke übrig haben sollte, dem/der schlägt Ihr/Euer ergebenster MediaWatch-Redakteur vor, es dieses Jahr für die PalästinenserInnen einzusetzen. Das Leben im Gazastreifen ist unerträglich und auch in der Westbank leiden die Menschen unmäßig unter der Besatzung. Hinzu kommt, dass die USA ihre Zahlungen für das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNWRA) heftig zusammengestrichen haben.

Deshalb hier also ein Link zu UNWRA ("How you can help") über den man auch online spenden kann. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass Spenden an UNWRA in Deutschland steuerlich absetzbar sind.

Die deutsche Organisation, die am besten in Palästina aufgestellt ist, ist sicherlich medico international.  medico hat sogar eine extra Spendenmöglichkeit für Nothilfe für den Gazastreifen geschaffen. Das ist in Deutschland vermutlich einmalig.

Freitag, 8. Dezember 2017

Spendenidee 2017

Wie in den letzten Jahren auch macht MediaWatch seinen LeserInnen rechtzeitig vor Weihnachten einen Spendenvorschlag, der daran ausgerichtet ist, wo der größte Bedarf herrscht und wo gleichzeitig an wenigsten getan wird - sowohl von der Staatengemeinschaft als auch von der Zivilgesellschaft.

Immer noch herrscht Krieg im Jemen - auch wenn wir wenig davon mitbekommen. Das liegt zum einen daran, dass Deutschland und NATO-Verbündete diesen mit Krieg führen und/oder unterstützen, zum anderen aber auch daran, dass viele westliche Hilfsorganisationen im Jemen nicht gut aufgestellt sind und die konfessionell gebundenen Organisationen zudem kaum geeignet sind, in dem arabischen Land Hilfe zu leisten. Deshalb können auch Zusammenschlüsse wie "Deutschland hilft" oder das "Aktionsbündnis Katastrophenhilfe" nicht vorbehaltlos empfohlen werden.

- Eine Ausnahme von diesen Vorbehalten stellt allerdings Ärzte ohne Grenzen dar.
- Die Welthungerhilfe hat erhebliche Kompetenz bei der der Organisation von Nothilfe und hat sich deshalb auf ein ebenso innovatives wie ehrliches Projekt verlegt: Sie ruft dazu auf, die notleidende Bevölkerung mit Bargeld zu unterstützen.
- Vor Ort aktiv sind vor allem UN-Organisationen wie das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) oder das Welternährungsprogramm WFP (den Spendenzweck kann man im dritten Schritt der Online-Spende bestimmen).

Wer sich über die aktuelle humanitäre Lage in dem gebeutelten arabischen Land informieren möchte, gucke am besten auf die Webseiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dort erscheinen auch regelmäßige Berichte. In einer Pressemitteilung der WHO vom 2. Dezember heißt es:
Less than half of the health facilities are functioning, and more hospitals and health centers will close should fuel and water supplies not improve. Sewage networks in six main cities are compromised, threatening a renewed spike in the country’s cholera outbreak, which has reached almost 1 million suspected cases and killed over 2,200 people.
Yemen remains on the cusp of one of the largest famines in modern times. Nearly 400,000 children suffer from severe acute malnutrition and face an increased risk of death. More than 8 million people could starve without urgent food assistance coming into Yemen. With 90 per cent of the country’s food imported, the lack of commercial imports through Red Sea ports would alone push a further 3 million people into starvation. The threat of widespread famine in a matter of months is very real.
P.S.: Auch die Spendenaufrufe der letzten Jahre haben leider wenig an Aktualität verloren. Insbesondere der von 2014 ist - angesichts der dämlichen Idee von US-Präsident Donald Trump, Westjerusalem zum Sitz der US-Botschaft zu machen - wieder bedeutsam.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Spendenidee 2016

Weihnachten rückt wieder näher da und damit ist auch wieder Spendenzeit. Deshalb - und auch auf Wunsch einer Leserin - liefert Euer/Ihr ergebenster MediaWatch-Redakteur wieder einen entsprechenden Vorschlag.

Da wir ja in diesem Blog schon öfter auf die Wirksamkeit von direkten Geldtransfers betont hatten, schlagen wir heuer vor: Gib das Geld einach den Armen. Und zwar direkt. Wie das geht? Es gibt eine US-Organisation, give directly, die sich darauf beschränkt, Bedarfsanalysen von armen Haushalten in Kenia und Uganda durchzuführen und das Geld der SpenderInnen direkt, per Handyüberweisung an die EmpfängerInnen zu überweisen. Meist sind das umgerechnet etwa 1.000 US-Dollar auf einmal, so dass die EmpfängerInnen auch wirklich etwas damit anfangen können. Bei givedirectly gibt es keine Projekte, keine Entwicklungshelfer, keine Bevormundung. Der Nachteil: Die Spende ist in Deutschland nicht steuerlich absetzbar.

Für wen die Spendenquittung eine zwingende Voraussetzung darstellt, empfehlen wir vor allem angesichts der Situation in Syrien und im Irak eine Spende an das UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen. Das UNHCR ermöglicht es sogar, zweckgebunden zu spenden - außer Irak und Syrien sind derzeit Südsudan, Mittelmeer, Nigeria (Boko Haram) und auch die Ukraine Schwerpunkte. Besser ist in jedem Falle aber eine Spende ohne Zweckbindung, denn dann kann die Organisation das Geld dort einsetzen, wo es am dringendsten gebraucht wird.

Wer die Ideen nicht so gut findet, kann gerne auf eine der anderen Spendenaufrufe aus den letzten Jahren zurückgreifen: 2012, 2014 und - leider wieder sehr aktuell - 2015.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Spendenidee 2015

MediaWatch hat bisher noch keine Tradition daraus gemacht, pünktlich zum 1. Dezember einen Spendentipp zu veröffentlichen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Dieses Jahr schlagen wir SOS Mediterranee vor. Zugegeben, der Tipp ist geklaut.

Doch solange gilt, dass die Anstrengungen der europäischen Regierungen, Schiffbrüchige im Mittelmeer vor dem Absaufen zu bewahren, völlig unzureichend sind, brauchen wir SOS Mediterranee. Auf der Website der Organisation heißt es:
Bei dem Versuch das Mittelmeer (...) zu überqueren, sind in den Jahren 2010 bis 2014 mindestens 23.000 Menschen ums Leben gekommen (...). Allein im Jahr 2014  starben bei der Überquerung des Mittelmeeres 3.000 Menschen. 2015 sind bereits in den ersten neun Monaten nahezu 3.000 Menschen ums Leben gekommen oder gelten als vermisst (...).
Da bleibt nur noch, auf die Bankverbindung zu verwiesen: SOS Mediterranee, IBAN: DE 04 1005 0000 0190 4184 51, BIC: BELADEBEXXX; Spendenquittung kein Problem. Ein Schiff für 150 - 400 in Seenot geratene Menschen ist schon gefunden - jetzt muss die (leider) alltägliche Arbeit finanziert werden.

Alternativ kann man auch an Sea Watch spenden. Sea Watch fährt das Gebiet zwischen der libyschen Küste und der italienischen Insel Lampedusa ab. (Derzeit wegen schlechtem Wetter pausiert.) Außerdem sucht Sea-Watch zwischen dem türkischen Festland und der griechischen Insel Lesbos in Tageseinsätzen nach Flüchtlingsbooten.

Wer spenden will, kann unter dem Stichwort "Sea Watch" auf das Spendenkonto des eingetragenen Vereins einzahlen. IBAN: DE 77 1002 0500 0002 0222 88, BIC: BFSWDE33BER. Auch hier siend die Spenden selbstverständlich steuerlich absetzbar.

MediaWatch findet es zwar sch..., dass die Zivilgesellschaft wieder einmal aushelfen muss wo Politik und staatliche Stellen versagen. Andererseits: Was in Nord- und Ostsee klappt, könnte in "unserem Meer" - (im Mare Nostrum) ja auch gelingen.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Besser spenden

Das katastrophale Erdbeben in Nepal hat erneut die Frage aufgeworfen, wie und wohin man/frau am besten spenden kann. Chris Blattman hat ebenfalls über dieses Problem nachgedacht und weist auf einen Beitrag im GiveWell-Blog hin, der viele Lektionen der Vergangenheit sehr produktiv in guten Rat umgesetzt hat:
  • Bei akuten Ereignissen ist Geld meist nicht der limitierende Faktor - das ist meist erst später der Fall (Ausnahmen bestätigen die Regel).
  • Deshalb sollte man ohne Zweckbindung spenden und nur an 
  • professionelle transparent arbeitende Organisationen mit geringen Verwaltungskosten. (Das DZI-Spendensiegel hilft hier ein wenig weiter.)
  • Es sollte Geld gespendet werden. (Zwar helfen Altkleider- und Blutspenden auch seriösen Organisationen wie dem Roten Kreuz tatsächlich weiter, doch lässt die Transparenz bei diesen Spendenarten erheblich zu wünschen übrig.)
  • Wenn man eine Zweckbindung wünscht, sollte man gezielt für weniger bekannte Problemlagen und/oder Regionen spenden.
  • Organisationen mit Direktmarketing (am Telefon oder auf der Straße) sollten eher kein Geld erhalten.

Freitag, 3. Oktober 2014

Sag später nicht, Du hast nichts gewusst...

Es ist immer besch..., wenn negative Prognosen in Erfüllung gehen. Mitte August hatten die Außengedanken unter Berufung auf die Welthungerhilfe gewarnt, dass Ende September eine Hungerkatastrophe im Südsudan ausbrechen werde (#ByTheEndofSeptember).

Nun kommt die Meldung über Entwicklungspolitik Online (Misereor) mit erschreckender Präzision und Pünktlichkeit herein. (Da tröstet es auch nur bedingt, dass die Frühwarnsysteme mittlerweile offensichtlich recht gut funktionieren.)

Die Welthungerhilfe hatte 3,8 Millionen vom Hunger bedrohte Menschen prognostiziert, epo.de meldet am 2. Oktober 2014 vier Millionen Betroffene. Wer spenden will, kann sich gerne an die Welthungerhilfe wenden; und Spenden geht natürlich auch online. Der Mainstream nimmt übrigens Notiz vom Kriegsverlauf und den Überschwemmungen aber nicht von der Hungertragödie (G-News dt.).

Freitag, 25. Juli 2014

Fußnote "Protective Edge"

Wie schon 2008/2009 verwendet die Armee Israels auch bei ihrem aktuellen Feldzug "Protective Edge" in Gaza wieder Bomben, die weißen Phosphor enthalten (G-news engl.). Auf Deutsch ist bisher kein Wort darüber zu lesen gewesen. Und davon wird man hierzulande auch dann nichts hören, wenn die gerade vom UN Menschenrechtsrat eingesetzte Untersuchungskommission irgendwann ihren Bericht vorlegt. Das wird auch durch die Tatsache nicht besser, dass Israel und die USA die Vereinbarung nicht unterzeichnet haben, nach der keine Phosphorbomben gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt werden dürfen (wikipedia). Wer sich traut, kann hier ein Foto der langsam abheilenden Verletzungen eines Opfers von 2009 betrachten.

Wer spenden möchte, dem empfiehlt MediaWatch die Palästina-Aktion von Islamic Relief Deutschland. Auch medico international sammelt Geld für Nothilfe im Gaza-Streifen und hat schon sehr viel Erfahrung vor Ort sammeln müssen.

Samstag, 1. Dezember 2012

Spendenidee 2012

Pünktlich zum 1. Advent hier eine supernette und supermusikalische Satire; die Rache der Genervten. Bald ist Weihnachten, und ab sofort wird zurückgespendet. Radi-Aid hat schon mal angefangen und sammelt in Afrika Radiatoren für die armen Norweger, die jetzt in der Kälte und im Dunkeln sitzen müssen.


Für alle Unentschlossenen hier eine MediaWatchBlog-Spendenidee (hier der Direktlink):
ProNATs ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Rechte insbesondere von arbeitenden Kindern weltweit einsetzt. Wir pflegen Kontakte zu den Bewegungen arbeitender Kinder in Afrika, Asien und Lateinamerka, setzen uns politisch für sie ein und machen Bildungsangebote zum Thema in Deutschland.

Montag, 9. Januar 2012

Noch nicht locker lassen

Zwei Jahre ist es jetzt her, dass ein Erdbeben Haiti verwüstete, bei dem etwa 220.000 Menschen um's leben kamen. Deutsche Hilfsorganisationen machen sich Mut: "Der Wiederaufbau geht voran" (Entwicklungspolitik Online). Die Meldung geht auf einen neuen Bericht des Bündnisses "Entwicklung hilft" zurück: "Haiti: Zwei Jahre nach dem Erdbeben". Zweck des Berichtes ist es, die Öffentlichkeit über die Verwendung ihrer Spenden und ie Fortschritte vor Ort zu informieren:
Das Bündnis Entwicklung Hilft hat 20,97 Millionen Euro Spenden für Haiti erhalten, ein Großteil davon ist der Medienkooperation mit der ARD zu verdanken. (...) Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die bisherigen Hilfsmaßnahmen und die Planungen der Bündnis-Mitglieder (...), bei denen sie bislang insgesamt 15,2 Millionen Euro aus Bündnis-Mitteln eingesetzt haben.
Mediawatch geht grundsätzlich davon aus, dass es den großen deutschen Hilfsorganisationen in aller Regel gelingt, ihre Projekte zu verwirklichen und das auch mehr oder weniger erfolgreich. Doch können solche Einzelerfolge nicht über die insgesamt äußerst schwierige Lage auf der Karibikinsel hinwegtäuschen. So hat die Cholera auf Haiti mittlerweile etwa 7000 Opfer gefordert (G-News dt.). Die SZ hatte Ende 2010 über 10.000 Todesopfer prognostiziert. (Mediawatch berichtete, [2]). dradio.de meldet:

Dienstag, 26. Juli 2011

Die Zeit wird knapp

Die Menschen in Ostafrika verhungern, und die Zeit, sie zu retten, wird knapp. Eine ganze Generation sei in Gefahr, konstatiert das Welternährungsprogramm. Aber die Deutschen spenden weniger als sonst - zumindest bisher. Unter Bezug auf Manuela Rossbach von "Aktion Deutschland hilft" (ADH) stellt etwa Kanal 8 fest: Die Höhe der Spenden für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Haiti summierte sich innerhalb weniger Tage auf mehr als 7 Millionen Euro. Für Ostafrika und Somalia wurde bisher nur 1,5 Millionen gegeben. Dagegen seien in Großbritannien bereits mehr als 20 Millionen Pfund (umgerechnet 22,7 Mio. Euro) für Ostafrika gesammelt worden. Auch Der Westen und die Ärztezeitung haben die Meldung aufgegriffen.