Freitag, 9. Oktober 2020

Covid 19-Splitter vor der "zweiten Welle"

Mittlerer Osten: Hundertausende von - vornehmlich südasiatischen - Wanderarbeitern werden aus den Monarchien im Mittleren Osten wieder nach Hause verfrachtet (MEMo).
Dazu passt: In Lagern und Knästen in Saudi Arabien verenden grad Tausende ostafrikanische Migranten vor allem aus Äthiopien (Telegraph).

Indiens Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2020 um 24(!) Prozent eingebrochen (nach drei Prozent Wachstum im ersten Quartal) (National Herald).

Kambodscha: Die Regierung in Phnom Penh bemüht sich anscheinend, die Auswirkungen der EU-Sanktionen mit der allgemein angespannten Wirtschaftslage im Zusammenhang mit Covid19 zu kaschieren. Davon ist jedenfalls die Asia Times überzeugt.

Bolivien: MediaWatch hatte in den letzten Covid-Splittern schon darauf hingewiesen - jetzt hat amerika21 eine Analyse vorgelegt, wie die Putschregierung in Sucre/La Paz den Virus zum Machterhalt nutzt.
Apropos: "Wir putschen, wo immer wir wollen", (Counterpunch), freut sich Elon Musk, der für seine Elekroautoproduktion sicher Nutzen aus dem Staatsstreich ziehen will (NDS).

Uganda: Auch der ugandische Präsident Yoweri Museveni nutzt die Möglichkeiten, die Covid 19 bietet, um seine Macht zu erhalten (iz3w).

Wirtschaft / Nachholende Entwicklung: Eine Schuldenexplosion bei Entwicklungsländern im Gefolge der Covid19-Krise macht Telepolis aus (Link im Original):
In einer beim IWF im Juni 2020 erschienen Studie heißt es, dass im vergangenen Jahrzehnt der größte, stärkste und breiteste Schuldenanstieg in Entwicklungs- und Schwellenländern der letzten 50 Jahre stattgefunden habe. Seit 2010 sei deren Schuldenstand im Verhältnis zum Sozialprodukt (...) um 20 Prozentpunkte auf 108 Prozent angestiegen [ohne China]. (...) In den besonders armen Ländern habe sich der Schuldenstand von 47 Prozent [des BIP] 2010 auf 65 Prozent [des BIP] 2019 erhöht.
Auch Erlassjahr.de und der New Humanitarian waren vor einer Überschuldung vor allem der ärmsten Länder.
 

Natürlich wird auch schon in China fleißig geimpft. Das wird hierzulande sehr kritisch gesehen, während die eigenen Bemühungen um einen Impfstoff - trotz ebenfalls unzureichender Sicherheitsvorkehrungen - ausschließlich positiv dargestellt werden.

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