Mittwoch, 3. Juli 2013

Imbusschlüssel bereit halten

Ikea hat Know How zur Verfügung gestellt, damit Flüchtlinge in Zukunft in Falthäusern statt in Zelten leben können. Darauf machen Poverty Matters und Humanosphere aufmerksam. Die IKEA-Stiftung (klar betreibt so ein Konzern sowas) hat das immerhin 73 Mio. US-Dollar schwere Projekt zusammen mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen gestartet und werbewirksam aber mit vergleichsweise magerem Echo (G-News) am Weltflüchtlingstag angekündigt.

Das Leichtbau-Falthäuser werden auf einem einzigen Rahmen montiert und bieten einen besseren Wetterschutz und Komfort als die bisher verwendeten Zelte. Auch lässt es sich leichter mit Lehmwänden ausbauen und erweitern und mit einem Dach aus verzinktem Stahlblech versehen als ein Zelt. Alle Beschläge und Konstruktionselemente werden in dem Set mitgeliefert. Auch Solarzellen gehören zur Ausstattung. Ikea baut die Konstruktionen nicht selber, sondern eine schwedische Organisation namens Refugee Housing Unit (die zu Stiftelsen Svensk Industridesign gehören). Die ersten Versuche sollen unter anderem in Somalia und im Irak laufen.

Immerhin etwa zehn Prozent der rund 42 Mio. Flüchtlinge weltweit leben in Zelten. Ob auch SlumbewohnerInnen an den Klapphäusern Gefallen finden könnten, ist bisher - genauso wie der Preis einer solchen Einheit - nicht bekannt. Der Vollständigkeit halber hier noch die (etwas schwülstig geratene) Pressemitteilung von Ikea Deutschland zum Thema.

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