Mittwoch, 25. August 2010

Fundstücke LXXXIII

Die Grafik der Woche: Die Weltbevölkerung in 2000
aufgeschlüsselt nach Breiten- und Längengrad (hat tip Chris Blatman).
Eine stillschweigende Verschiebung der drogenpolitischen Debatte in Mexiko hin zu Legalisierung macht der Blog der New York Review of Books aus.

Kolumbien: Verfassungsgericht verwirft Militärabkommen  mit den USA (Mediawatchblog berichtete) und verlangt parlamentarische Kontrolle (Spiegel online).

Brasilien schickt deutschen Sondermüll zurück (Spiegel Online). Da bleibt wohl nur noch Somalia.

"Good-bye Dubai": Eine umfassende Reportage über die Hybris des Kapitalismus in der New York Review of Books.
Argentinien ist da schon zwei Schritte weiter und hat den Zyklus einer staatlichen de fakto Zahlungsunfähigkeit durchlaufen. Nach zehn Jahren braucht das Land nicht viel mehr Zinsen für seine Kredite zu zahlen als Griechenland, liest man bei der FTD

Das Militär - Pakistans größtes Problem - erweist sich in der derzeitigen Flutkatastrophe offensichtlich als einzige funktionierende staatliche Instanz. Das ist wohl nicht zuletzt Armeechef Ashfaq Parvez Kiani zu verdanken, dessen Leistungen ihn für eine politische Karriere empfehlen. Die prognostiziert zumindest die Asia Times.
Zeichen der Annäherung? Pakistan lässt sich von Indien humanitär helfen (Dawn). Dieselbe Meldung in der Times of India.

Ein interessanter Kommentar über (Super)Reiche in China, Wohltätigkeit und die unterschiedlichen Traditionen sozialer Sicherung findet sich bei Xinhua.

Über die wirtschaftliche Zusammenarbeit von Nepal, Bhutan, Indien und Bangladesch berichtet die junge welt. Konkret geht es darum dass die Himalaya-Staaten ihren Handel über Chittagong abwickeln wollen.

Das Referendum über die Sezession des Sudan wirft seine Schatten voraus; East African. Doch die StadtplanerInnen bereiten sich schon fleißig vor.

"Mauretanien macht Kritiker der Sklaverei mundtot", meldet Entwicklungspolitik online.

Sind die Wetterextreme in diesem Jahr auf den Klimawandel zurückzuführen? Ja, meint Stefan Rahmstorf, Professor im Fach Physik der Ozeane an der Universität Potsdam. Nachzulesen beim Project Syndicate.

Banksy in Mali? So recht mag man es nicht glauben aber die Bilder sind trotzdem cool. Ganz real sind dagegen diese ausgeflippten Wahllokale in Ruanda. So könnte Demokratie richtig Spaß machen. Hat tip für beide Links geht an Chris Blatman.

Deutschland: Die Bundesregierung ist unehrlich im Kampf gegen Zwangsheiraten (bei MigrantInnen), findet die junge welt. Wichtiger als ein neuer Straftatbestand wäre ein Aufenthalts- und/oder Rückkehrrecht für die Opfer.
Eine neue Studie des Südwind-Institus zu den Chinageschäften von Metro, Aldi und Adidas ist erschienen - mit Handlungsempfehlungen für Kommunen und Bundesregierung.

Nachtrag: "Die Schöne und das Monster" vom Spiegelfechter über Campbells Auftritt in Den Haag. Ungenauigkeiten im Detail schmälern die Qualität des Artikels kaum, weil sie der Argumentation keinen Abbruch tun.

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